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Duisburg
Gebag modernisiert 136 Wohnungen

Duisburg: Gebag modernisiert 136 Wohnungen
Auch das sind Immobilien der Gebag: Die Häuser an der Düsseldorfer Straße / Karl-Jarres-Straße, in denen Studenten Wohnraum zu angemessenen Konditionen finden können. FOTO: ARchiv
Duisburg. Bernd Wortmeyer, seit 200 Tagen Geschäftsführer der Duisburger Wohnungsbaugesellschaft Gebag, möchte die Leerstände durch die Verbesserung von Wohnungen und Gebäuden drastisch bekämpfen. Von Peter Klucken

Im Flur der Chefetage des Gebag-Gebäudes an der Tiergartenstraße steht in der Vitrine ein Modell der durch den "Schuhkarton" erweiterten Küppersmühle. "Dieses Modell ist heute ein Mahnmal", sagte dazu gestern Bernd Wortmeyer, seit 200 Tagen Geschäftsführer des städtischen Immobilienunternehmens. Wortmeyer nahm die doppelte "100-Tage-im-Amt"-Frist zum Anlass, um über die neue Ausrichtung der Gebag zu sprechen.

Die Gebag bewirtschaftet zurzeit 12 179 Wohneinheiten. Die Zahl soll auch für die kommende Zeit maßgeblich sein, wobei Schwankungen von 500 Wohneinheiten (plus oder minus) im Plan seien. Derzeit stehen 943 Gebag-Wohnungen leer. Das sind zwar 86 weniger als noch im September 2014, aber dennoch viel zu viele. Bekämpfen möchte die Gebag diese Leerstände mit umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Durchschnittlich 25 000 Euro steckt die Gebag in die Renovierung einer einzelnen Wohnung. Das sei zwar viel Geld, aber nur mit attraktiven Wohnungen könne man Mieter finden. Ein großes Plus sei, dass die meisten leerstehenden Gebag-Wohnungen eine gute Lage haben. "Die Qualität der Wohnung lässt sich leichter verbessern als der Ort, wo sie sich befindet", so Wortmeyer. Zurzeit würden 136 Wohnungen renoviert, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. In 44 weiteren Wohnungen ziehen in wenigen Wochen die Handwerker ein.

Zugleich investiert die Gebag in die Renovierung von Gebäuden in Röttgersbach, Homberg, Meiderich, Neudorf und Wanheimerort. Diese Gebäude befinden sich in einem auch von außen sichtbaren schlechten Zustand. In einigen dieser Gebäude stünden überdurchschnittlich viele Wohnungen leer. Am schlimmsten ist es in Wanheimerort. Dort in der Kaufstraße steht ein Gebag-Gebäude mit 26 Wohnungen, von denen zurzeit keine (!) bewohnt ist. Für 1,7 Millionen Euro soll dieses Gebäude renoviert werden. Wortmeyer ist sicher, schnell Mieter für die Wohnungen in dem renovierten Gebäude zu finden, da die Lage in Wanheimerort mit seiner guten Infrastruktur attraktiv ist.

Finanziert wird die Renovierung über einzelne Verkäufe, den Kapitalmarkt und - zum ersten Mal - über das Förderprogramm des Landes "BestandsInvest". Die Frage, ob die Banken bei der Finanzierung mitspielen, beantwortete Wortmeyer mit "Ja, das tun sie jetzt vorbehaltloser als früher." Er selber möchte bei allen Geschäften für Transparenz sorgen. Alles werde er mit wirtschaftlich errechneten Zahlen belegen. Die Aussage "Das werden wir schon irgendwie hinkriegen", gebe es bei ihm nicht, so Wortmeyer.

"Wir möchten, dass jeder, der in Duisburg eine Wohnung mieten möchte, auch die Gebag in seine Planungen einbezieht", so Wortmeyer. Gerne gehe er auch neue Wege. So soll bis Ende nächsten Jahres auf der Straße Reitbahn in der Innenstadt ein Gebäude mit 13 Mietwohnungen plus Gastwohnung und Gemeinschaftsraum entstehen. Bei der neuen Wohnform "Gemeinschaftliches Wohnen mit Nachbarschaftsförderung" baut die Gebag nach den Wünschen der Mieter, die als eine Art GmbH Vertragspartner der Gebag sind.

Quelle: RP
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