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Duisburg
Gedenken an Nazi-Opfer Harro Schulze-Boysen

Duisburg. Am Montag, 18. Dezember, erinnert die RP an das Schicksal des Widerstandkämpfers und Nazi-Opfers Harro Schulze-Boysen. Vor 75 Jahren, am 22. Dezember 1942 wurd Harro Schulze-Boysen nach nur 33 Jahren kurzen Lebens auf persönlichen Befehl Hitlers in Berlin-Plötzensee durch Erhängen ermordet. Mit ihm wurden seine Frau Libertas und neun weitere Widerstandskämpfer hingerichtet. Als Schüler und Absolvent des Duisburger Steinbart-Gymnasiums erfuhr Harro Schulze-Boysen eine frühe Prägung zum engagierten Demokraten, zu Menschlichkeit und gesellschaftlicher Weitsicht.

Zum Gedenken an Harro Schulze-Boysen und seine Frau Libertas gibt es am Freitag, 22. Dezember, vor dem Haus an der Karl-Lehr-Straße 9, wo Schulze-Boysen zu Hause war eine große Gedenkveranstaltung.

Jeweils beginnend zur vollen Stunde ab 12 Uhr wird eine Passage aus Peter Weiss' "Ästhetik des Widerstand" vorgelesen. Weiss schildert aus der Sicht des Gefängnispfarrers Harald Poelchau den letzten Gang der verurteilten Widerstandskämpfer aus dem Kreis um Schulze-Boysen zu ihrer Hinrichtung in Plötzensee. Es gibt wohl kein eindringlicheres Dokument dieses Verbrechens. Es lesen: Heiner Heseding, Hildegard Kruse, Patrick Dollas, Brigitte Diesterhöft, Wilfried Bröcher, Klaus Brüggenwerth und Christa Bröcher.

Um 18 Uhr beginnt Olaf Reifegerste den Text als Prolog zur Gedenkstunde. Die Begrüßung dafür findet dann um 18.40 statt. Ende der Veranstaltung ist gegen 19.30 Uhr.

Das Gedenken wird finanziell gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Duisburg.

(pk)
 
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