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Duisburg
Gesamthochschule wird erforscht

Duisburg. Deutsche Forschungsgesellschaft fördert das Projekt mit 172.000 Euro.

Mehr Bildung wagen: Im August 1972 wurden auf einen Schlag fünf Gesamthochschulen (GH) in Nordrhein-Westfalen gegründet. Welche Ideen und Ziele waren mit dieser Gestaltung einer Hochschullandschaft verbunden? Diese und andere Fragen beleuchtet ein neues Forschungsprojekt von Prof. Dr. Ute Schneider im Historischen Institut der Uni Duisburg-Essen (UDE).

Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) fördert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit 172.000 Euro. "Im Gegensatz zu den neugegründeten Universitäten in Bochum, Dortmund und Bielefeld war die Gesamthochschule viel stärker mit hochschulpolitischen, gesellschaftspolitischen und landesplanerischen Zielen verknüpft", erklärt Timo Celebi, der seine Doktorarbeit zum Thema "Die Transformation hochschulleerer Räume zur Hochschullandschaft. Das nordrhein-westfälische Gesamthochschulkonzept 1965-1985" schreibt. Chancengleichheit und Demokratisierung waren die bestimmenden Schlagworte für das Konzept, das die Industriestädte wie Duisburg und Essen aufwerten und gesellschaftlich neu strukturieren sollte.

"Die Duisburger Universität ist die entscheidende Innovation dieses Jahrzehnts. Sie schafft dieser Stadt Zukunft", sagte der damalige Oberbürgermeister Josef Krings. Und damit hatte er wohl Recht: Die Gesamthochschulen eröffneten zahlreichen jungen Menschen mit Fachhochschulreife einen direkten Weg zum Universitätsdiplom und sorgten für neue Impulse auf dem Arbeitsmarkt.

Quelle: RP
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