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Duisburg
Gitarrenabend mit "teuflischer" Virtuosität

Duisburg. Die Folkwang-Studierenden boten Sensationelles.

Die Studierenden der Gitarrenklassen von Susanne Hilker-Kohl, Norbert Lehn, Volker Niehusmann und Prof. Tomasz Zawierucha an der Folkwang-Universität der Künste sind eigentlich nicht am Campus Duisburg "zuhause". Aber natürlich nutzen sie für ihre Vortragsabende gerne den hiesigen Kleinen Konzertsaal mit seiner für dieses Instrument besonders gut geeigneten Akustik.

Jetzt war es wieder so weit, elf besonders begabte junge Menschen spielten elf Werke von zehn Komponisten. Darunter waren erfreulich viele Originalwerke, was bei der Zunft der Gitarristen noch nicht lange selbstverständlich ist. Der erste Beitrag, der aufhorchen ließ, war aber dann doch eine Bearbeitung, nämlich Christiane Albinski mit der schönen Partita e-Moll, ursprünglich für eine Langhalslaute namens Colascione, von Giuseppe Antonio Brescianello (um 1690-1758). Darauf folgte eine stetige Steigerung der Virtuosität in jeder Hinsicht, von Fabrizio Nurra mit dem Walzer op. 8 Nr. 4 von Agustín Barrios Mangoré (1885-1944) über Marcin Ponski mit der (Akkord-)Etüde Nr. IV von Heitor Villa-Lobos (1887-1959), Meike Senker mit dem "Tombeau sur la mort de M. Cajetan Baron Hartig" von Johann Sebastian Bachs Lautenkollegen Silvius Leopold Weiss (1687-1750), Kemal Salman mit den "Drei Tentos (Fragmente nach Hölderlin)" von Hans Werner Henze (1926-2012) und Jean Barcelos mit einem Satz aus der Grand Sonata A-Dur von Niccolò Paganini (1782-1840) bis zu Dmytro Omelchak mit dem "Capriccio diabolico" von Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968). Sensationell!

Die Gemüter beruhigten sich, als Ryune Tockgo die "Fantaisie élégiaque" op. 59 von Fernando Sor (1778-1839) fast wie eine Zen-Übung vortrug. Für eine flotte Abrundung sorgten Alexandr Chubarenko und Dmytro Omelchak mit einer gelungenen Bearbeitung für zwei Gitarren von "Castilla (Seguidillas)" von Isaac Albéniz (1860-1909).

(hod)
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