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Duisburg
Gitarrenabend mit vielen Originalwerken

Duisburg. Die Gitarrenabende in dem für dieses Instrument bestens geeigneten Kleinen Konzertsaal am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste werden immer besser. Jetzt stellten sich hier acht besonders begabte Studierende der Klassen Susanne Hilker-Kohl und Tomasz Zawierucha vor, mit elf Stücken von neun Komponisten.

Eine Bearbeitung der Allemande aus der Suite e-Moll BWV 996 von Johann Sebastian Bach erklang an diesem Abend zweimal: eher sanft fließend bei Kinga Giemza, später eher kraftvoll profiliert bei Dmytro Omelchak, der außerdem das "Capricho Arabe" von Francisco Tarrega (1852-1909) großartig hinlegte. Denn auf dem Programm standen fast ausschließlich vorzügliche Originalwerke, was bei der Zunft der Gitarristen noch nicht lange selbstverständlich ist. Da durfte nicht eine der Initialzündungen fehlen, die "Homenaje a Debussy" von Manuel de Falla (1876-1946), klar dargelegt von Dennis Freundel. Als ein Höhepunkt ließ uns Alexandr Chubarenko bei dem meisterhaften "Nocturnal after John Dowland" op. 70 von Benjamin Britten (1913-1976) geradezu den Atem anhalten.

Als überraschende Krönung begeisterte Jean Barcelos mit der viersätzigen und lebensprallen Sonate des Brasilianers Almeida Prado (1943-2010). Das ist noch kein Standardrepertoire - aber äußerst hörenswerte Musik.

(hod)
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