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Duisburg
Gottesdienst für "Unbedachte"

Duisburg: Gottesdienst für "Unbedachte"
Gottesdienst für "Unbedachte" in der Liebfrauenkirche. FOTO: Probst
Duisburg. In der Liebfrauenkirche gibt es eine ganz besondere Gedächtnisfeier.

Auch in diesem Jahr feiern die christlichen Kirchen in Duisburg gemeinsam mit der Stadt einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die "Unbedachten dieser Stadt": Am Freitag, 11. März, wird um 17 Uhr in der Liebfrauenkirche Duisburg-Mitte, König-Heinrich-Platz 3, jener Verstorbenen gedacht, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes bestattet wurden. Stadt und Kirchen möchten mit diesen Gottesdiensten - im März 2011 fand der erste dieser Art statt - ein Zeichen mitmenschlicher Verbundenheit setzen und laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zu der Gedächtnisfeier ein.

Den Gedenkgottesdienst gestalten Lutz Peller, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Duisburg, Pfarrer Bernhard Lücking, Stadtdechant der Katholischen Kirche Duisburg, Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, Dieter Lemke als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Freikirchen, und Bürgermeister Manfred Osenger als Vertreter der Stadt Duisburg. Es predigt Stadtdechant Lücking.

Die Duisburger Tageszeitungen unterstützen diese Form des Gedenkens mit der Schaltung einer kostenlose Traueranzeige, in der die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind. In Duisburg werden in jedem Jahr durchschnittlich 250 bis 260 Verstorbene im Rahmen einer ordnungsbehördlichen Bestattung beerdigt. Im abgelaufenen Jahr fand für 31 dieser Verstorbenen keine Trauerfeier statt.

Im Gedenkgottesdienst werden die Namen der Verstorbenen vorgelesen und auf dem Altar für jeden ein Teelicht entzündet. Das Blatt mit den Namen wird in eine Vitrine gelegt, in weiteren Gottesdiensten kommen Blätter hinzu, die dann zu einem "Buch des Lebens" gebunden werden. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden: Bei Gott wird keiner vergessen. Bei Gott ist kein Mensch "unbedacht".

Quelle: RP
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