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Duisburg
Größter Polizeieinsatz aller Zeiten

Das ist die Merkez-Moschee in Duisburg
Das ist die Merkez-Moschee in Duisburg FOTO: AP
Dieses Wochenende wird von Demonstrationen von NPD und "pro NRW” geprägt sein. Viele Duisburger, vor allem im Stadtteil Marxloh, bereiten Gegenproteste vor. Die Duisburger Polizei erwartet einen der größten Einsätze, den sie je zu bewältigen hatte.

Für Samstag und Sonntag sind fast 40 Demonstrationen und Kundgebungen im Stadtteil Marxloh und in der Innenstadt angemeldet. Der Einsatz von mehr als 30 Polizeihundertschaften ist geplant.

Bereits am Samstag, 27. März, versammeln sich Demonstrierende der NPD auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof, um dort gegen "Islamische Machtsymbolik” zu demonstrieren. Etwa 50 bis 100 Teilnehmer sind für die Kundgebung angemeldet.

Im krassen Gegensatz dazu steht die Gegendemonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), zirka 500 Menschen wollen in direkter Sichtweite vom Busbahnhof aus von ihrem demokratischen Recht zur freien Meinungsäußerung Gebrauch machen. Auch anlässlich der Demonstrationen von NPD und "pro NRW” am Sonntag in Marxloh sind Gegendemonstrationen geplant.

Die Polizei erwartet etwa 8500 Gegendemonstranten in 12 Veranstaltungen. Während "pro NRW” etwa 700 Meter über die Warbruckstraße in Richtung DITIB-Moschee marschiert, nähern sich die NPD-Anhänger von Westen über die Aldenrader Straße. Nach Angaben der Veranstalter werden von "pro NRW” 1000 Teilnehmer, und von der NPD bis zu 400 Teilnehmer erwartet.

"Marxloh stellt sich quer”

Die Demonstrationen enden rund 200 Meter vor der DITIB-Moschee. Direkt vor der Moschee, auf dem Elisenhof, findet am Wochenende ein internationales Fest mit buntem Programm statt. Zudem kündigte das Marxloher Bündnis mit dem Motto "Marxloh stellt sich quer” Kundgebungen in ganz Marxloh an.

Ziel ist es, NPD und "pro NRW” den Zug durch den Stadtteil unmöglich zu machen. Höhepunkt ist eine Demonstration des DGB, in der unter anderen Oberbürgermeister Adolf Sauerland und SPD-Chef Sigmar Gabriel marschieren.

Die Demonstration startet am Sonntag am Marxloher Schwelgernstadion, anmeldet sind etwa 3000 Teilnehmer. Damit ist die DGB-Demonstration der größte Aufmarsch des Wochenendes.

Endpunkt ist das Fest am Elisenhof. Die Polizei warb gestern für friedliche Proteste: "Das Recht, die eigene Meinung zu äußern und öffentlich zu demonstrieren ist im Grundgesetz verbrieft. Entscheidend ist, diese Meinung friedlich zu vertreten. Unsere Aufgabe als Polizei ist es, dafür zu sorgen, dass das auch geschieht,” so Einsatzleiter Kuno Simon.

(rl)
 
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