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Duisburg
Größtes Problem sind die Schmierereien

Duisburg: Größtes Problem sind die Schmierereien
Schmiererein an den Wänden der S-Bahn-Haltestelle in Buchholz sehen nicht nur hässlich aus, sondern sie erzeugen bei manchen Fahrgästen auch ein mulmiges Gefühl. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Im aktuellen VRR-Stationsbericht schneiden alle vier Haltestellen entlang der Bahntrasse im Süden der Stadt schlecht ab. Grund sind vor allem Graffiti an Auf-, Ab- und Durchgängen. Von Hildegard Chudobba

Im S-Bahnhof an der Sittardsberger Allee ist Manches im Argen: Das Licht funktioniert nicht zuverlässig, die Wände im Aufgang und auf dem Bahnsteig sind mit Graffiti beschmiert. Jahr für Jahr erstellt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) den so genannten Stationsbericht, in dem der Zustand der Bahn-Haltepunkte kritisch beleuchtet wird.

Für Duisburg fällt das Ergebnis in diesem Jahr (mal wieder) bescheiden aus. Besonders mangelhaft schneidet seit Jahren die S-Bahn-Haltestelle in Rahm ab. In den vergangenen Jahren sieht hier der VRR bei der Überprüfung der Qualität regelmäßig rot. Auch in Buchholz gibt es eine Reihe von Mängeln, die den Fahrgästen den Aufenthalt nicht gerade angenehm machen. Keineswegs positiv sind auch die Gesamteindrücke von den Bahnhöfen in Großenbaum und Wanheimerort. Hauptproblem sind überall die Schmierereien an den Wänden. Graffiti an den Zugängen und Bahnsteigen sind zwar keine Bedrohung, hinterlassen aber bei Fahrgästen ein mulmiges Gefühl. Großenbaum und Rahm werden hier schon seit mindestens drei Jahren im Stationsbericht als negative Beispiele aufgeführt. Für Buchholz ist dieses Problem seit 2015 erstmals im aktuellen Stationsbericht kritisch angemerkt worden. In Großenbaum war im vergangenen Jahr versucht worden, anstelle der entfernten Schmierereien von Künstlerhand gefertigte Graffiti aufzusprühen, von denen üblicherweise andere Sprayer dann die Finger lassen. Es funktionierte nicht. Kaum an der Wand, hinterließen Schmierfinken dort wieder ihre Farbspuren.

VRR-Haltestellen mit "nicht akzeptablem Erscheinungsbild" FOTO: Ferl

Rahm steht seit Jahren auf der Liste der Haltestellen mit den schlechtesten Noten. Der dortige S-Bahn-Haltepunkt ist zugleich Durchgang zwischen den beiden Wohnbereichen Alt- und West-Rahm und wird entsprechend frequentiert. Hier ärgern sich die Ein- und Aussteigenden nicht nur über die Schmierereien an den Wänden. Sondern häufig funktioniert auf dem einzigen Bahnsteig die Technik, zum Beispiel die des Fahrkartenautomaten, nicht. Und behindertengerecht ist diese Haltestelle nach wie vor nicht. Nutzer von Rollatoren oder gar Rollstuhlfahrer kommen die Treppe alleine nicht rauf und runter und müssen, wenn sie mit der S-Bahn fahren wollen, einen anderen Bahnhof suchen. In Großenbaum hielten im vergangenen Jahr gleichfalls die Beschwerden über Graffiti an den Wänden an. Auch die Sauberkeit dort wird im aktuellen VRR-Stationsbericht nur als noch gerade akzeptabel bewertet.

In Wanheimerort (Im Schlenk) sind es wiederum die Schmierereien, die zu einem schlechten Gesamteindruck gesorgt haben. An der S-Bahn-Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und der südlichen Stadtgrenze sind somit alle vier Haltepunkte unterm Strich jeweils mit "Rot" gekennzeichnet. Bessere Ergebnisse gibt es hingegen bei den Bahnhöfen im Stadtwesten und -norden. Dort ist so zu sagen alles im grünen Bereich. Ein Kriterium für den schlechten Gesamteindruck der südlichen Haltestellen ist, dass die Beleuchtungen auf Bahnsteigen und in den Zugängen nicht verlässlich funktionieren.

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Ob in Wanheimerort, Buchholz, Großenbaum oder Rahm - für den neuen RRX wird es an allen vier Stationen Veränderungen geben. Die umfassendsten werden in Rahm vorgenommen, wo quasi ein ganz neuer Haltepunkt entsteht. Bis aber dort zum Beispiel Aufzüge die Fahrgäste an die Gleise bringen, werden sicherlich noch einige Jahre ins Land gehen. Und ob die Schmierereien an den Wänden dann ein Ende finden - das sei dahingestellt.

Quelle: RP
 
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