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Duisburg
Große Gala zum 300. Hafen-Geburtstag

Diese Gäste kamen zur Hafen-Gala
Diese Gäste kamen zur Hafen-Gala FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der größte Binnenhafen der Welt wurde 300. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur waren am Freitag in Duisburg zu Gast, um das zu feiern. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zählten zu den Gratulanten. Von Carolin Skiba

Ausgerechnet der Stau war schuld, dass Verkehrsminister Alexander Dobrindt nicht wie geplant mit dem Schiff zur Gala anlässlich des 300. Hafen-Geburtstages anreisen konnte. Geradewegs ging es also über die Autobahn zum großen Festzelt auf der Mercator-Insel, um die Glückwünsche an den Hafen doch noch rechtzeitig zu überbringen. Und Dobrindt, der in Vertretung von Bundeskanzlerin Angela Merkel gekommen war, war nicht der einzige, der gratulieren wollte. An die 500 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nahmen an dem Ereignis teil. Darunter Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, IHK-Präsident Burkhard Landers und Heinrich Hiesinger - Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. Gäste aus Tokio, Singapur und Moskau hatten sich auf den Weg gemacht. Aber auch Persönlichkeiten wie NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Walter Smerling - Direktor der Küppersmühle oder der Künstler Markus Lüpertz waren gekommen.

Dokumentarfilm zeigt Hafengeschichte

Der Festakt startete auch gleich mit einer Premiere. Erstmals wurde ein acht Minuten langer Dokumentarfilm aufgeführt, der in knappen Sequenzen wichtige Stationen der 300-jährigen Hafengeschichte zeigte. Gleich zu Beginn: Eine Einstiegsszene, die Götz George als Horst Schimanski bei den Dreharbeiten zu einem Tatort im Duisburger Hafen zeigte. Die Begleitmusik dazu lieferten die Duisburger Philharmoniker live unter der musikalischen Leitung von Giordano Bellincampi. Auf dieses eindrucksvolle Spektakel folgten die Glückwunsch-Reden der Gäste.

Hafen-Chef und Gastgeber Erich Staake erinnerte in seiner Begrüßungsansprache daran, dass der Duisburger Hafen in seiner Geschichte immer wieder Akzente gesetzt habe: flexibel, anpassungsfähig und häufig vorausschauend: "Schon das erste Hafenbecken für Kohleschiffe war Ausdruck einer weit vorausschauenden Sichtweise. Schließlich gab es industriellen Bergbau 1716 erst in Ansätzen." Er zeichnete die Geschichte des Hafens nach und bedankte sich bei vielen - teils anwesenden - Gästen, Geschäftspartnern und Wegbegleitern. Oberbürgermeister Sören Link betonte als Gesellschaftervertreter der Stadt Duisburg: "Der Hafen ist als Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Lebens in unserer Stadt und in unserem Land unverzichtbar, 22.000 Arbeitsplätze in Duisburg hängen unmittelbar vom Hafen ab. Dementsprechend wichtig ist seine ständige Weiterentwicklung - was wir als Stadt dazu tun können, werden wir gerne tun."

Motor für den Wandel

Ministerpräsidentin Kraft sagte: "300 Jahre Duisburger Hafen, das ist wirklich ein großer Geburtstag und eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Der Hafen war und ist ein Motor für den Wandel in der Region - und inzwischen längst auch für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa." Zugleich lobte sie die Logistik- und die Verkehrsbranche dafür, kreativ und mutig nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. "Mit vereinter Kraft haben Duisburg und Duisburger Hafen den Strukturwandel angepackt. Heute steht der Hafen mit beeindruckender Stärke da." Schließlich konnte auch Minister Dobrindt nur lobende Worte für den Hafen finden: "300 Jahre Duisburger Hafen - das sind 300 Jahre bewegte, vor allem aber bewegende Geschichte von Wachstum, Wohlstand und Arbeit für unser Land. Der Duisburger Hafen hat die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte Deutschlands ganz entscheidend geprägt und ist heute ein pulsierender Marktplatz in der Mitte Europas. Deutschland ist Export- und Logistikweltmeister - dieser Erfolg wäre ohne den Hafen nicht denkbar."

Mit einer Aufführung der "Rheinischen Sinfonie" beendeten die Duisburger Philharmoniker den Festakt, durch den WDR-Moderatorin Steffi Neu geführt hatte.

Quelle: RP
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