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Duisburg
Große Überraschung beim CDU-Parteitag

Duisburg. Alle gingen davon aus, dass die Nominierung von Gerhard Meyer als OB-Kandidat am Freitagabend beim CDU-Parteitag im Huckinger Steinhof nur noch eine reine Formsache wird. Doch es kam anders. 

Völlig überraschend kündigte Manfred Cuypers, CDU-Alt-Mitglied, an, dass ein Herr namens Marco Wolfert ebenfalls für die CDU als Bewerber um das Oberbürgermeister-Amt antreten werde. Denn Gerhard Meyer sei kein Mitglied dieser Partei, die durchaus in der Lage sei, einen aus ihren Reihen ins Rennen zu schicken. Ein Rumoren ging durch die Menge, denn die allerwenigsten Delegierten kannten den Bewerber. Selbst die Mitglieder aus Wedau/Bissingheim waren teilweise irritiert. Kein Wunder: Wolfert war erst am Montag dem Ortsverband beigetreten. Parteivorsitzender Thomas Mahlberg kommentierte die Situation sehr souverän: Die CDU sei eine demokratische Partei, und die könne mit solch einem Überraschungsmoment umgehen. Auch den Vorwurf, dass Meyer in der Partei unbekannt sei, konterte der Bundestagsabgeordnete überzeugend: Gerhard Meyer habe sich in 25 Duisburger Ortsverbänden persönlich vorgestellt. Mitglieder, die den Einladungen gefolgt seien, hätten also durchaus Chancen gehabt, den Bewerber kennenzulernen. Die Delegierten, die in dieser Sache noch Nachholbedarf hatten, konnte Gernhard Meyer mit seiner Rede nahezu restlos überzeugen. Mit 92,3 Prozent der Delegierten- Stimmen geht er in den OB-Wahlkampf (auch Duisburgs Grüne unterstützen ihn). Der Vollständigkeit halber: Für den Neuling stimmten sieben Delegierte (mehr vom Parteitag in der Montagausgabe).

(hch/vp)
 
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