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Duisburg
Grüngürtel in Marxloh "steht"

Duisburg. Der erste Teil der Anlagen ist jetzt fertig gestellt worden.

Neun Jahre nach den ersten Überlegungen ist der erste Abschnitt des Grüngürtels Nord fertiggestellt. Von Marxloh bis Beeck soll sich dieser neu entstandene Freizeitbereich am Ende ziehen, für den in den an die Thyssenwerke angrenzenden Siedlungen hunderte von Häusern abgerissen worden sind. Der Abschnitt in Marxloh ist nun fertiggestellt und zeigt, was die Bruckhausener noch erwartet. Die "Schutzzone" wird nicht nur von Spazierwegen durchzogen, sondern sie bietet auch jede Menge Raum, um anderen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Vor allem die Kinder haben hier viele Angebote, um im Grünen zu spielen und zu toben.

Der abgewählte Oberbürgermeister Adolf Sauerland hatte das Vorhaben 2006 mit Hilfe von Thyssen und der Entwicklungsgesellschaft Duisburg auf den Weg gebracht. Der Stahlkonzern gab dafür rund 36 Millionen Euro aus und bekam als "Gegenleistung" weniger Probleme mit dem Abstandserlass. Denn besonders in Bruckhausen war die Entfernung zwischen den Werksanlagen und den Wohnhäusern an einigen Stellen gefährlich kurz. Etwa den gleichen Betrag steuerten das Land und die EU bei. Diejenigen, die aus ihren Häusern ausziehen mussten, erhielten Alternativangebote. Sie berücksichtigten zum Beispiel auch, wenn Nachbarn nach dem Wegzug weiterhin nebeneinander leben wollten. Dennoch war das Projekt am Anfang von Protest begleitet. Vor allem auswärtige Experten und solche, die sich dafür halten, kritisierten, dass der Abrissbagger Gebäuden zu Leibe rückt, deren Erhalt sich gelohnt hätte.

Die Fertigstellung des Abschnitts in Bruckhausen wird noch eine Weile dauern.

Quelle: RP
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