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Duisburg
Günter Thorns Tore aus Glas und Höhlen aus Tusche

Duisburg. Als kleine, aber feine Sommerausstellung sind jetzt noch bis zum 16. August in der cubus-Kunsthalle im Kantpark (Friedrich-Wilhelm-Straße 64) neue Werke von dem 1954 geborenen Wahl-Duisburger Künstler Günter Thorn zu sehen, zum dritten Mal in diesem Haus nach 2011 und 2014, zum zweiten Mal als Einzelausstellung (die RP berichtete). Von Ingo Hoddick

"Roter, blauer und gläserner Raum" heißt die Vorstufe zu einer geplanten Rauminstallation. An den Wänden hängen Thorns erste Tuschezeichnungen auf Leinwand, in den Grundfarben Rot und Blau, inspiriert von Höhlenmalerei ("man hat so seine Vorgänger") und geduldig abzielend auf archaische Bewusstseinszustände. Sie passen perfekt auf die weißen Mauern. Der bevorzugte Werkstoff dieses Künstlers ist eigentlich Glas, sein bevorzugtes Motiv das Tor, das in der Menschheitsgeschichte von Stonehenge bis heute die Schwelle von einer Welt zur anderen darstellt. Bei cubus steht ein 40 Zentimeter kleines Modell eines frei stehenden, gebogenen gläsernen Tores, das aber in der Wirklichkeit aus statischen Gründen nicht höher als zwei Meter sein kann. Besonders raffiniert erscheint gleich am Eingang seine Arbeit "Mona Lisa": eine spiegelnde Glasscheibe auf zwei Fensterlädenhaltern mit Köpfen, in den eher kleinen Maßen (77 x 53 cm) des größten Gemäldes der Welt.

Geöffnet ist die Ausstellung bei freiem Eintritt freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
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