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Duisburg
Häuschen-Kauf: Bedingungen sind optimal

Duisburg. In kaum einer deutschen Großstadt sind Eigentumswohnungen so günstig zu haben wie in Duisburg. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt" der Postbank, für die die Immobilienmärkte in den 36 bundes- und landesweit größten Städten untersucht wurden. Seit der Jahrtausendwende seien hier die Quadratmeterpreise um zwölf Prozent gefallen - auf durchschnittlich 950 Euro. Im Vergleich deutscher Großstädte gehöre Duisburg damit zu den Kaufpreis-Schlusslichtern. Gleichzeitig sei das Angebot an Wohnungen groß. Dies sind Ergebnisse der Postbank Studie.

"In Duisburg muss die eigene Wohnung auch für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen kein Traum bleiben. Auf dem Wohnungsmarkt finden sich interessante Objekte, die gut finanzierbar sind", sagt Jürgen Pütz, Marktbereichsleiter für die Region West bei der Postbank Finanzberatung. Seit dem Jahr 2000 ist die Einwohnerzahl Duisburgs um fast sieben Prozent geschrumpft. Dieser Trend wird sich in den kommenden 15 Jahren ungeachtet des Flüchtlingsstroms fortsetzen, prognostizieren die Verfasser der Studie.

Für die rund 484.000 Duisburger gibt es laut Postbank schon heute mehr Wohnungen als gebraucht werden. Auf 100 Haushalte kämen 105 Wohnungen. Zwischen der Jahrtausendwende und 2014 habe der Bestand an Neubauwohnungen um rund vier Prozent zugenommen. Zugleich gebe es 2,7 Prozent weniger Altbauwohnungen.

Gleich mehrere große Bauvorhaben (Angerbogen, Wedau) werden in den kommenden Jahren den Wohnungsmarkt weiter beeinflussen. Vor allem die hochwertige geplante Bebauung in Wedau werde Duisburg auch für Pendler nach Düsseldorf noch attraktiver machen. Schon heute sei Duisburg für Menschen, die in der Nachbarstadt arbeiten, eine günstige Alternative.

In der NRW-Landeshauptstadt sind die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Schnitt mehr als doppelt so hoch und das Angebot in den begehrten Vierteln knapp. "So können sich beispielsweise Familien in Duisburg preislich auch eine etwas größere Wohnung leisten als in Düsseldorf. Im Süden der Stadt finden sie attraktive Objekte mit hohem Wohn- und Freizeitwert in verkehrsgünstiger Lage", ergänzt Jürgen Pütz. Das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Jahreseinkommen der Duisburger liegt laut Studie bei knapp 16.800 Euro.

Wer sich eine Eigentumswohnung mit etwa 100 Quadratmetern Wohnfläche in Duisburg kaufen möchte, müsse demnach 5,7 durchschnittliche Jahreseinkommen auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Im Schnitt der Großstädte müssen siebeneinhalb regionale Pro-Kopf-Jahreseinkommen bezahlt werden. Der Studie zufolge werden die Einkommen und die Qualifikation der Beschäftigten in Duisburg steigen - wenn auch geringer als in anderen Städten. Die Immobilienpreise bleiben laut Prognose bis 2030 stabil.

Analysiert wurden die 30 größten deutschen Städte sowie sechs Städte, die jeweils die größten eines Bundeslandes sind und nicht zu den Top 30 gehören.

Quelle: RP
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