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Duisburg
"Hafen ist unverzichtbarer Jobmonitor"

Duisburg: "Hafen ist unverzichtbarer Jobmonitor"
FOTO: Heike Kaldenhoff
Duisburg. Die Duisburger können stolz sein auf ihren Hafen, sagt Erich Staake. Der Duisport-Chef sprach bei der Akzente-Eröffnung über die Entwicklung und Zukunft des Hafens, der in diesem Jahr 300 Jahre alt wird.

Die diesjährigen Akzente stehen ganz im Zeichen des Hafens und seines Jubiläums. "Nah und Fern - 300 Jahre Duisburger Hafen", so lautet das Motto. Duisport-Chef Erich Staake erklärte bei einem Empfang vor der Akzente-Eröffnung die Bedeutung des Hafens für die Stadt. Der Vorsitzende ging dabei auf Geschichte und Zukunft des Dreh- und Angelpunkts ein. Die Duisburger könnten zurecht stolz auf ihren seit 300 Jahren bestehenden Hafen sein, schließlich sei er der weltgrößte Containerhafen im Binnenland. Bei den Akzente-Tagen würden seine Besonderheiten in 110 Veranstaltungen dargestellt. "Wir bei Duisport haben uns mit voller Überzeugung dazu entschlossen, die spannende Liaison von Kultur und Kommerz im Jubiläumsjahr aktiv zu fördern", so Staake. Denn der Hafen biete Arbeitsplätze, er sei "ein unverzichtbarer Jobmotor in der Gegenwart". 45.000 Mitarbeiter rund um den Hafen gebe es derzeit. Grund sei das Logport-Konzept, das auf einer Verknüpfung von Lkw, Bahn und Schiff basiert, und die Beschäftigungszahlen in den letzten 17 Jahren auf mehr als das Doppelte ansteigen ließ. "Und die Wertschöpfung liegt bei drei Milliarden Euro. Im Jahr, wohlgemerkt", so Erich Staake.

Doch der Duisport-Vorsitzende blickt auch zurück - auf eine 300-jährige Geschichte. 1716 wurde das erste Hafenbecken gebaut. Viele Jahre, bevor der Bergbau industrialisiert wurde, sollten von dort Kohletransporte aus dem Südosten des Ruhrgebiets transportiert werden. Duisburg ist und war ein Vorreiter, klingt in der Rede von Staake mit: Denn im Hafen entstanden die Schiffbauunternehmen, die später die ersten Rhein-Dampfschiffe auf die Reise schickten, es wurden erste Verbindungen mit England geknüpft und die Zusammenarbeit mit den großen Häfen in Rotterdam und Antwerpen sind dort entstanden. Außerdem verweist Staake auf eine ganz besondere technische Großleistung: Ingenieure des Ruhrgebiets schafften zum ersten Mal weltweit eine gezielte und passgenaue Absenkung eines kompletten Hafens mit bergmännischen Verfahren. Zu dieser Zeit wurden bereits zwölf Millionen Tonnen Kohle ans Tageslicht gefördert.

Was die Zukunft des Hafens angeht, ist die Erwartung bei Staake positiv. Nicht nur das der Hafen vielen Menschen Sicherheit und Wohlstand biete, er würde in den nächsten Jahren auch seine Handelsstrecken weiter ausbauen. So habe sich Duisburg als Start- und Zielpunkt der "eurasischen Landbrücke" etabliert: "Wir sind also von Anbeginn für NRW, für Deutschland und für Zentraleuropa mit im Cockpit, wenn diese grundlegende Veränderung fortschreitet."

Ebenso betont der Duisport-Chef, welche Karrierechancen angehende Mitarbeiter haben. Das Unternehmen biete etwa ein berufsbegleitendes Studium an, auch 30 Praktikaplätze für Flüchtlinge würden derzeit eingerichtet. Am Ende wünscht sich Staake von den Duisburgern noch eins: mehr Zuspruch und Unterstützung.

(lkö)
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