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Rp-Thema 300 Jahre Duisburger Hafen
Hafenstadtteil mit besonders großer kultureller Vielfalt

Duisburg. Im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort ist in diesem Jahr besonders viel los - sei es, dass das Kulturfestival der Duisburger Akzente Anfang des Jahres seine Zelte erneut hier aufschlug und eine viel beachtete, kunstvolle Pottwal-Strandung inszenierte, dass der Hafen im September 300 Jahre alt wird und Haniel sein 260-jähriges Firmenbestehen am vergangenen Wochenende bei sich feierte, dass derzeit an der Mühlenweide ein neuer Steiger für Kreuzfahrtschiffe und auf der Mercatorinsel ein bedeutendes Kunstwerk von Markus Lüpertz entsteht oder dass der neugewählte Bürgervereinsvorstand zum ersten Bürgerabend letzte Woche einlud und das Kreativquartier als Auszeichnung die "Homberger Medaille" verliehen bekam. Von Olaf Reifegerste

Letzteres fand am vergangenen Sonntag im Ratssaal des Bezirksamtes Homberg/Ruhrort/Baerl statt. Zum dritten Mal seit 2014 verlieh der Verein "Freundeskreis Historisches Homberg" als Schirmherr der Preisverleihung die "Homberger Medaille" an verdienstvolle Bürger oder Organisationen des Bezirks aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales. Preisträger in Sachen Kultur wurde 2016 das Kreativquartier Ruhrort, das 2010 als Kreativkreis gegründet wurde. Sein mittlerweile alleiniger Moderator ist Heiner Heseding, der die Urkunde und die Medaille "stellvertretend für viele im Quartier", wie er sagte, entgegennahm. Die Auszeichnung sei, so Laudator Thorsten Langer vom Ehrungsbeirat, "eine Ermutigung für alle, in diesem Sinne weiterzumachen". Diese Auffassung bekräftigten sowohl der Vorsitzende des Freundeskreises, Udo Vohl, als auch der zuständige Bezirksbürgermeister, Hans-Joachim Paschmann. Was das Kreativquartier Ruhrort im Hafenstadtteil so alles auf die Beine stellt und veranstaltet, veranschaulichte eine beeindruckende Bilderauswahl vom Ruhrorter Fotografen Peter Jacques, die während der feierlichen Zeremonie gezeigt wurde. Darunter befanden sich auch Fotos von Ereignissen, die in Zusammenarbeit mit dem Ruhrorter Bürgerverein (RBV) stattgefunden haben, wie etwa der "Lebendige Adventskalender".

Seit einem Jahr hat der Bürgerverein mit Dirk Grotstollen einen neuen Vorsitzenden und mit Heike Krause eine neue Stellvertreterin. Auch der siebenköpfige RBV-Beirat hat sich in jüngster Zeit personell erneuert. Das alles habe mit dazu beigetragen, so Grotstollen, dass die Mitgliederzahl inzwischen auf rund 400 geklettert und die eine oder andere Veranstaltung neu hinzukommen sei. Erstmalig im vergangenen Jahr wurde beispielsweise ein Matjestag auf dem Neumarkt veranstaltet, der am 26. Juni seine hiesige Zweitauflage erleben soll. Zuvor aber würde Ruhrort noch die diesjährige "Rheinwoche" am 15. Mai begrüßen. Die "Rheinwoche" ist nämlich eine alljährlich zu Pfingsten von Köln über Düsseldorf und Wesel nach Rees stattfindende Segelregatta, an der sich etwa 100 Segelboote auf dem Rhein beteiligen würden. Um dieses und anderes mehr zu ergründen, aber auch, weil dem Vorstand, so Grotstollen, der Vorwurf zu Ohren gekommen sei, der Bürgerverein "feiere nur, mache aber nichts", habe der Gesamtvorstand beschlossen, erstmals zu einem "Ruhrorter Bürgerabend" öffentlich einzuladen. Dieser fand in der vergangenen Woche mit gut 50 Besuchern im Café Kaldi statt. Angesprochen auf das Verhältnis und die Abgrenzung zwischen Kreativquartier und Bürgerverein, waren der Vorsitzende und seine Stellvertreterin übereinstimmend der Auffassung, dass beide Initiativen sich hervorragend miteinander ergänzen würden: "Das Kreativquartier kümmere sich vor allem um Kunst und Kultur, während der Bürgerverein überwiegend das historische und aktuelle Zeitgeschehen des Stadtteils verfolge." Als Mitglied des "Runden Tisches Ruhrort" sei zum Beispiel das Quartiersmanagement ein überaus wichtiges Thema, betonten Grotstollen und Krause. Am meisten aber freue die beiden, dass es Anfang nächsten Monats "endlich wieder" die Zeitschrift "Blickpunkt" gäbe, und zwar in einem ganz neuen Outfit und für die RBV-Mitglieder verbunden mit einer kleinen Überraschung: Schließlich werde es doch die 25. Ausgabe des "Blickpunkt Ruhrort", hoben beide hervor.

Quelle: RP
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