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Duisburg
Wieder Silvester im Sommer

Duisburg: So schön war das Haniel-Klassik-Open-Air
Duisburg: So schön war das Haniel-Klassik-Open-Air FOTO: Andreas Probst
Duisburg. Das zweite "Haniel Klassik Open Air" lockte bei freiem Eintritt wohl 7000 begeisterte Menschen auf den König-Heinrich-Platz. Die Duisburger Philharmoniker und die Deutsche Oper am Rhein gewannen hier wieder viele neue Fans. Von Ingo Hoddick (Text) und Andreas Probst (Fotos)

7000 Menschen hatten Platz auf dem König-Heinrich-Platz, und so viele sollen es bei freiem Eintritt auch gewesen sein. Denn auf dem Opernplatz vor dem Theater stieg das zweite "Haniel Klassik Open Air", nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe vor zwei Jahren (die RP berichtete). Duisburgs Generalmusikdirektor Giordano Bellincampi, Kapellmeister Giuliano Betta von der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, international renommierte Solisten und der Chor der Rheinoper sowie der Kinderchor am Rhein präsentierten fast drei Stunden lang eine Reihe von Höhepunkten der italienischen und französischen Oper sowie der Operette. Die Duisburger Philharmoniker trugen außerdem zwei russische Orchesterkracher bei. Götz Alsmann, der wieder moderierte oder vielmehr - wie er es selbst ausdrückte - "Schabernack trieb" ("mein Name tut nichts zur Sache"), erinnert manchen an den "Duisburger Jungen" und weltberühmten Tenor Rudolf Schock, dessen Karriere im Duisburger Opernchor begann und der am 4. September 100 Jahre alt geworden wäre. Seit 30 Jahren besteht die Duisburger Städtepartnerschaft mit der litauischen Hauptstadt Vilnius. Hier präsentierte die Band "VCO Rock" aus Vilnius ihre verrockten Opernarien. Den Kontakt hatte Laimonas Pautienius hergestellt, Bariton aus Vilnius im Ensemble der Rheinoper.

Klar, dass das Orchester und das Opernhaus an diesem lauschigen Sommerabend dem dankbaren Publikum auch einige attraktive Werke schmackhaft machten, die in der kommenden Spielzeit 2015/16 in Duisburg zu erleben sein werden: die wahrhaft Festliche Ouvertüre op. 96 von Dmitri Schostakowitsch (im Philharmonischen Konzert am 9. und 10. September), die Komische Oper "L'elisir d'amore" von Gaetano Donizetti (ab 17. Oktober im Theater), die Suite aus dem Ballett "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky (im Philharmonischen Konzert am 25. und 26. Mai - Alsmann über Strawinsky: "kann man machen") und die China-Oper "Turandot" von Giacomo Puccini (ab 5. Dezember im Theater).

FOTO: Pressefoto Andreas Probst

An Rudolf Schock erinnerten zwei Arien aus Operetten von Franz Lehár, nämlich "Freunde, das Leben ist lebenswert" aus "Giuditta" mit Ovidiu Purcel und "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns" mit Zoran Todorovich. Einen Lacher gab es, als "Escamillo" Bogdan Baciu der "Carmen" Ramona Zaharia einen Kuss aufdrückte und sich danach auf den beiden Großbildschirmen für alle sichtbar den Mund abwischte. Viel Spaß kam auch herüber bei Luiza Fatyol, Ovidiu Purcel und Laimonas Pautinius mit "VCO Rock". Dann vereinigten sich alle Mitwirkenden in einem fetzigen Arrangement des "Te Deum" aus der Puccini-Oper "Tosca". Und natürlich gab es am Ende wieder Silvester im Sommer, das Feuerwerk wurde diesmal sogar vor der Bühne abgebrannt, nahe an den Besuchern. Große Begeisterung.

Quelle: RP
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