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Hauptsache dagegen

Duisburg. Dass sich Bürger gegen die geplante Bebauung am Masurensee wehren, ist wenig überraschend. Wenn immer hier Wichtiges in Sachen Bebauung passiert, regen sich in der Regel Kritiker, die Einwände vorbringen und flux eine Initiative gründen. Das ist ihr gutes Recht und grundsätzlich durchaus gewünscht. Beim DOC bewirkte der Bürger gerade erst, dass am Güterbahnhofsgelände die DOC-Planungen gestoppt werden - und schon regt sich Protest, weil die Fragestellung bei der Abstimmung verwirrend gewesen sei. Selbst Schuld, wenn man nicht richtig liest, was man per Kreuz "unterschreibt" - ist man geneigt zu antworten.

In Wedau will die Stadt Großes bewegen, und schon melden sich die Kritiker. Wenn Reiche ihr Haus mit Seezugang bauen, Geld in die Stadtkasse spülen, hier vielleicht künftig auch einkaufen gehen und die Botschaft nach draußen tragen, dass Wohnen in Duisburg richtig prima ist - wo bitte ist das Problem? Ein bebautes Seeufer ist in jedem Fall attraktiver als ein verdrecktes. Denn gerade entlang des Masurensees liegt im Sommer jede Menge Dreck und Müll, zurückgelassen von jenen, die das Ufer für sich beanspruchen. In welcher Form die Bebauung dort realisiert wird, steht noch nicht einmal fest. Alle Überlegungen werden letztlich davon abhängig sein, ob und welche Investoren sich finden. Grundsätzlich sollte in Duisburg aber Einigkeit bestehen, dass die Entwicklung am Masurensee eine Chance für die Stadt ist, ein bisschen von ihrem Schmuddelimage los zu werden.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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