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Duisburg
Heimat in Zeiten von Facebook

Duisburg: Heimat in Zeiten von Facebook
FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. In den Duisburg-Gruppen des Internetportals Facebook lässt sich ein spannendes Phänomen beobachten. Jeden Tag posten Duisburger dort schöne Bilder ihrer Stadt, Details, die Duisburg liebenswert machen, Aufnahmen von Wahrzeichen, die imponieren, begeistern - wie hier dieses Bild von Tiger and Turtle. Es hagelt "Gefällt mir"-Klicks. Verblüffend ist die Wirkung: Alle Nutzer dieses Mediums Facebook, das doch als Hassverbreitungsplattform verschrien ist, setzen sich mit Heimat auseinander, entwickeln eine Bindung zu Duisburg. Ältere und jüngere Menschen tauschen sich aus, definieren im stillen Einverständnis gemeinsam ihren Heimatbegriff.

Woher kommt die Freude daran? Seit einigen Jahren schon beobachten Wissenschaftler eine Glokalisierung - der Soziologe beschreibt mit diesem Wort das Phänomen, dass bei einer immer enger verzahnten und globaleren Welt der Mensch den Rückzug ins Lokale unternimmt, in die kleinste mögliche Einheit: den Stadtteil, die Familie.

Wir als Ihre Lokalredaktion berichten täglich aus dieser Heimat. In einer Serie wollen wir in den nächsten drei Wochen auf der Suche nach Heimatgeschichten gehen - nicht tümelnd, sondern mit einem wachen Blick für die kleinen Schätze.

Wir wollen dieses Duisburg und seine Umgebung in seiner Vielfalt betrachten. Wir werden zeigen, wie man in Duisburg genießen kann, wie man eine im wahren Wortsinne schöne Frei-Zeit verbringt und was vielleicht selbst der eine oder andere "lebenslange" Duisburger Neues entdecken kann. Manches Bekannte wollen wir in neuem Licht präsentieren, aber auch kleine Geheimtipps zeigen und immer die Geschichte hinter den Personen oder Bauwerken beleuchten. Und weil Heimat nicht an der Stadtgrenze aufhört, weil der Duisburger weltoffen ist (also auch nach in die Umgebung fährt), ist auch das für uns Heimat. Heute beginnt die Serie mit einem Blick auf das älteste Haus in Duisburg und seine Geschichte (siehe unten). Viel Spaß beim Lesen!

Sebastian Peters

Quelle: RP
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