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Duisburg
Herbstzeit ist Drachenzeit

Duisburg: Herbstzeit ist Drachenzeit
Die Kinder aus der Kindertagesstätte Hansegracht am Innenhafen lernen im Explorado-Kindermuseum von Museumsleiter Carsten Tannhäuser (hinten Mi.) und Mahmoud Mosmari, Ausstellungsleiter (hinten r.), wie man Drachen bastelt. FOTO: crei
Duisburg. Drachensteigen gehört für viele zu den Kindheitserinnerungen. Deswegen hat das Explorado-Kindermuseum 18 Kindergartenkinder zum Basteln eingeladen. In zwei Stunden lernten sie die einfachen Handgriffe. Von Franziska Hein

Meistens sind es die Väter, die den Kindern zeigen, wie man einen Drachen bastelt. So war es jedenfalls früher. Dass der Vater eine wichtige Rolle beim Konstruieren von Papierdrachen spielt, zeigen auch die Geschichten vier städtischer Persönlichkeiten (s. Umfrage unten).

Für 18 Kinder der Kindertagesstätte Hansegracht am Innenhafen übernimmt jedoch das Explorado-Kindermuseum die Anleitung. Museumsleiter Carsten Tannhäuser und Ausstellungsleiter Mahmoud Mosmari sind die Männer vom Fach. Sie haben Holzstäbe in unterschiedlichen Stärken besorgt, dazu Transparentpapier und Tonkarton in verschiedenen Farben. Auf den Tischen stehen schon Scheren, Schnurband und Kleber parat, so dass es gleich losgehen kann.

Bis auf drei Kinder hat noch keines einen eigenen Drachen gebastelt. Entsprechend aufgeregt laufen sie zu den Tischen, als Tannhäuser das Startsignal gibt. Leider kann es nicht sofort losgehen: Tannhäuser und Mosmari müssen erstmal die Stöcke zurecht sägen. Das dauert, bis für alle 18 Kinder passende Stäbe für das Gerüst fertig sind.

Dann müssen die Stäbe übereinandergelegt werden, so dass sie ein Kreuz ergeben. Anschließend wird die Schnur darum gewickelt, um die Konstruktion zu fixieren. Nicht alle Kinder können das alleine. Die Jüngsten sind erst drei Jahre alt, die Ältesten fünf. Da müssen hier und da noch die Erwachsenen beim Festhalten und Wickeln helfen. Nikita (5) macht schließlich selbst einen Knoten, um das Gerüst stabil zu machen.

Inzwischen haben Tannhäuser und Mosmari schon damit begonnen, das farbige Papier zuzuschneiden. Pink, blau und rot haben sie im Angebot. Die vierjährige Emma wählt pink für ihren Drachen, Nik (3) möchte einen blauen Drachen und Nikitas Lieblingsfarbe ist rot.

Nun kommen wieder Schnur und Kleber zum Einsatz (siehe Anleitung rechts). Das gibt hinterher klebrige Finger. Wichtig ist, dass das Papier richtig mit dem Gerüst verbunden wird. Sonst geht der Drachen bei der ersten Windböe kaputt. Wer mag, kann seinem Drachen noch einen Schweif verpassen. Dann hält er in der Luft besser das Gleichgewicht. Nach zwei Stunden basteln, sind die ersten Drachen flugfähig und erobern den Luftraum über der großen Wiese am Innenhafen.

Quelle: RP
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