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Duisburg
Hoppeditze im Süden vor der Zeit erwacht

Duisburg: Hoppeditze im Süden vor der Zeit erwacht
Der Hoppeditz erwacht in Serm in diesem Jahr schon vor dem 11. 11. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Die großen Gesellschaften im Duisburger Süden starten bereits an diesem Wochenende in die Session. Von Volker Poley

Das Pils schmeckte Elke Schmidt schon am frühen Sonntagmorgen. Die Karnevalistin gehörte zu der Abordnung der "KG Narrenzunft" aus Homberg, die zum offiziellen "Hoppeditzerwachen" der KG Südstern in Serm erschienen war, um die Symbolfigur des Karnevals auf seinem Weg über die Dorfstraße bis zum Landgasthof Schenke zu begleiten.

Die ersten Bierchen fanden in der Gaststätte Tradition schon morgens dankbare Abnehmer, die so gestärkt sich um kurz vor elf auf den Marsch in "de andere Kaschemm" machten. Für die "jecke Tön" des ersten kleinen Karnevalszugs der neuen Session sorgte das Tambourcorps Serm und die Ruhrpott Guggis. Mit dabei war natürlich auch die komplette KG Südstern mit dem noch amtierenden Prinzen Frank I. und seinem Gefolge.

Die Wurstsammler - wie immer in Frack und Zylinder - achteten akribisch darauf, dass der im Marketenderwagen noch schlafende Hoppeditz wohlbehalten am Zielort ankam. Die Rolle des Hoppeditz wurde diesmal vom Ex-Prinzen Stefan Baltes übernommen, der das Ganze aber nicht als Degradierung sieht: "Das sehen wir alles nicht so eng, hier im Dorf packt jeder an, wo er gebraucht wird."

Auch Präsident Bernd Baumann ist froh, dass es wieder los geht. In Sachen Neubau der Wagenhalle ist er optimistisch: "Wir haben aktuell über 52.000 Euro für die neue Halle auf dem Konto, den noch fehlenden Restbetrag werden wir in der nun beginnenden Session zusammen bekommen." Wenn alles nach Plan läuft, kann Aschermittwoch mit dem Bau der rund 80.000 Euro teuren Halle auf dem Festplatz am Breitenkamp begonnen werden.

Der noch amtierende Prinz Frank I. genießt seine letzten Auftritte im Sermer Karneval in vollen Zügen: "Das war und ist immer noch eine unglaublich schöne Zeit." Wer sein Nachfolger wird, bleibt traditionell ein gut gehütetes Geheimnis. Auch Präsident Baumann, der den neuen bereits "ausgeguckt" hat, hält sich da bedeckt: "Ist doch schön, wenn die Gerüchteküche im Dorf brodelt." Gerätselt werden darf in Serm bis zur Prinzenkürung am 4. Februar. Wenn die neue Tollität dann von den Narren umjubelt Einzug ins Festzelt hält, ist endlich die "Katze aus dem Sack".

Den hübschen Sermer Paginnen Caro und Alina ist es zu verdanken, dass die Sermer ab sofort im Karnevalsmodus sind. Im vollbesetzten Saal des Gasthofs Schenke erweckten sie den Sermer Hoppeditz mit einigen zarten Küsschen wieder zum Leben. Mit dem ersten "Frühstücks-Pils" kamen die Lebensgeister dann endgültig wieder.

Gefeiert wurde danach bis in den Abend. Für Bernd Baumann ist das völlig normal, denn "man ist ja schließlich in Serm".

Quelle: RP
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