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Duisburg
Hunde-Attacke auf Ziegen am See

Duisburg. Wie die Stadt gestern mitteilte, hat es Anfang der Woche einen üblen Zwischenfall am Haubachsee gegeben. Dort ist ein Gebiet abgesperrt, damit sich die Natur frei entwickeln kann. Ziegen sind dort eingesetzt, um den Bewuchs niedrig zu halten. Dort hat ein Hund nun mehrere Tiere angefallen.

Wie der Eigentümer der Ziegen berichtet, wurden drei Tiere durch einen großen Hund schwer verletzt, eines davon so schwer, dass es eingeschläfert werden musste. Auch die Verletzungen der beiden anderen Ziegen sind so schwer, dass nur geringe Chancen bestehen, dass die Tiere überleben werden. Sieben Tiere, darunter auch der Bock der Herde, sind nach Angaben der Stadt in Panik aus dem Gatter ausgebrochen und hätten erst nach längerer Suche wieder eingefangen werden können.

Ursache dafür, dass Unbefugte auf das Gelände gelangen konnten, war, dass ein Element des Beweidungszaunes geöffnet worden war. Es wird vermutet, dass neben dem Hund auch Personen auf der eingezäunten Fläche waren. Derzeit werden die Fotos der Überwachungskameras ausgewertet, so die Stadt. Die Untere Landschaftsbehörde bittet auch die Bevölkerung um Mithilfe. Wer am vergangenen Montag, 18. Juli, etwas Auffälliges im Bereich des Haubachsees/Saarner Straße bemerkt hat, wird gebeten, sich beim Amt für Umwelt und Grün zu melden (Dr. Randolph Kricke, 0203/283-4695, r.kricke@stadt.duisburg.de).

Nachdem bereits vor zwei Jahren Weidetiere durch einen wildernden Husky zu Schaden kamen, ist der aktuelle Vorfall ein herber Rückschlag für das gemeinsame Projekt von Biologischer Station Westliches Ruhrgebiet und Stadt Duisburg. Das Zurückdrängen der Waldvegetation zugunsten eines offenen und schütter bewachsenen Uferbereiches am Nordostende des Haubachsees, der Naturschutzzwecken vorbehalten ist, fördert zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. So profitieren beispielsweise Libellen von den freigestellten und besonnten Kleingewässern im Randbereich. Von diesen wiederum profitiert der Baumfalke, der im angrenzenden Waldgebiet brütet und die Flächen des Haubachsees als Jagdrevier nutzt. Ein dauerhaftes Offenhalten der Uferflächen ist nur durch den Einsatz von Ziegen, quasi vierbeinigen "Rasenmähern" möglich.

Nach der erneuten Attacke ist derzeit unklar, ob das Beweidungsprojekt fortgeführt werden kann.

Quelle: RP
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