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Duisburg
IG-Bau streitet sich mit Reinigungsfirma

Duisburg. Der Streit um Arbeitsbedingungen am Duisburger St. Anna-Krankenhaus geht weiter. Die zuständige Reinigungsfirma, die von der IG Bau scharf kritisiert wird, hat die Gewerkschaft per einstweiliger Verfügung aufgefordert, nicht weiter über bestimmte Geschehnisse an der Klinik zu informieren. Die IG BAU Rheinland bezeichnet dies als "klaren Einschüchterungsversuch". Man lasse sich jedoch nicht den Mund verbieten. Denn etliche Vorkommnisse seien dokumentiert, es lägen zudem eidesstattliche Erklärungen der Betroffenen vor, so die Gewerkschaft.

Die IG BAU behauptet, bulgarische Beschäftigte seien mehrfach um ihren Lohn geprellt worden. Im Fokus dieser und weiterer schwerwiegender Vorwürfe stehe eine Gruppe von Vorarbeiterinnen. "Statt aber Konsequenzen gegen die Verantwortlichen zu ziehen", betreibe die Firma eine Schmutzkampagne gegen die IG BAU, so Gewerkschaftssekretär Mahir Sahin. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, welche enormen Missstände es in der Reinigung am St. Anna gegeben habe, so Sahin. Für Spannung sorge unter anderem, dass die beschuldigten Vorarbeiterinnen weiter beschäftigt bleiben sollten, obwohl die Duisburger Staatsanwaltschaft strafrechtlich gegen sie ermittele. Mahir Sahin: "Für die Betroffenen ist das ein Schlag ins Gesicht. Wie sollen sie unter den gleichen Vorgesetzten weiterarbeiten?" Die IG BAU fordert das Unternehmen auf, sich nicht hinter die Beschuldigten zu stellen. "Für die Beschäftigten gibt es erst dann Gerechtigkeit, wenn sie nicht mehr die Willkür ihrer Vorgesetzten fürchten müssen", so Sahin.

Gegen die einstweilige Verfügung werde Widerspruch eingelegt.

Quelle: RP
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