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Duisburg
IHK: Nicht zehn Jahre auf Baubeginn warten

Duisburg. Stahl von Thyssen, Verdichter von Siemens, maßgeschneiderte Logistikdienstleistungen von Haniel - Duisburg hat einige Firmen, deren Ruf international gut klingt. Doch größtes Aushängeschild der Stadt ist ihr Hafen, der in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag feiert. So viel Kontinuität war dem Präsidenten der IHK beim Neujahrsempfang (wir berichteten) besonderes Lob wert. Die Nachhaltigkeit einer politischen Entscheidung sei daran zu erkennen, dass sie nach Generationen noch eine spürbare, positive Wirkung entfaltet, sagte Burkhard Landers. Die Geschichte des Hafens zeige auch die Bedeutung, die eine intakte verkehrliche Infrastruktur für wirtschaftlichen Erfolg habe. Zwar werde in diesem Jahr ein neuer Bundesverkehrswegeplan aufgestellt, "aber wir können nicht für jede kaputte Brücke, jede defekte Schleuse, für jedes größere Bauwerk unserer Nachkriegs-Infrastruktur erst ein Bundesgesetz beschließen müssen, um dann die Bau- und Planungszeiten auf zehn Jahre verkürzen zu können." Landers forderte ein geeigneteres, neues Planungsrecht für Instandhaltung und Ersatzbauten.

Wir wissen nicht, wie lange die Ruhrorter Stadtväter überlegt und geplant haben, bis sie 1715 beschlossen, ein Hafenbecken zu bauen, quasi die Keimzelle des heutigen Hafens. Zu dieser Zeit spielte die Schifffahrt in dem Stadtteil am Rhein schon lange eine wichtige Rolle. Dem Beschluss von 1715 folgte im Herbst desselben Jahres der erste Spatenstich. Aber Bauverzögerungen, die heute Schlagzeilen machen, gab es auch schon damals. Es ging nicht vorwärts mit dem neuen Hafen, so dass 1716 ein weiterer Beschluss folgte, den Hafen zügig zu bauen, was dann auch passierte. Also eigentlich müsste die Stadt beziehungsweise die heutige Hafengesellschaft Duisport noch ein Jahr warten, bis sie den 300. Geburtstag feiert.

(hch)
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