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Duisburg
Im alten Pfarrhaus ist jetzt die "Werkkiste" zuhause

Duisburg. Im ehemaligen Pfarrhaus der St. Paul-Gemeinde in Marxloh hat die katholische Jugendberufshilfe-Einrichtung Werkkiste jetzt ihren neuen Standort "ImPauls" eröffnet. Hinter der historischen Fassade haben nun mehrere Beratungsstellen und Qualifizierungsprojekte der Werkkiste ein neues Zuhause.

"Wir wollen Menschen nachhaltig in Arbeit zu bringen und ihnen so helfen, einen Platz in der Gesellschaft und einen Platz im Leben zu finden", erklärte "ImPauls"-Einrichtungsleiter Sven Diedenhofen. "Wir sehen hier, was sich Schönes in diesem Stadtteil entwickeln kann, über den oft eher negativ berichtet wird", lobte der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir (SPD). Er würdigte insbesondere das "ImPauls"-Projekt BIWAQ ("Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier Marxloh)", das gering qualifizierte Mütter nach der Familienphase in der Kinderbetreuung oder Altenpflege ausbildet, um ihnen so möglichst nahtlos eine dauerhafte Job-Perspektive zu ermöglichen. Der neue Werkkiste-Standort möge "ein Zuhause sein für alle, die hier Ihre Hilfe suchen", wünschte Özdemir.

Dass das frühere Pfarrhaus mehr sein möchte als eine Ansammlung von Büros, betonte auch Werkkiste-Geschäftsführer Norbert Geier: So wie früher im Pfarrhaus "sollen Menschen, die hier anklopfen, sich treffen können und gemeinsam für ihre Seele sorgen". Auch nach dem Abriss der gegenüberliegenden Pauls-Kirche, auf deren Grundstück nun ein Platz als Treffpunkt für den Stadtteil entsteht, möchte die Werkkiste in Marxloh "als katholische Kirche spürbar sein". So steht denn auch der umgebende Stadtteil im besonderen Fokus der Arbeit im "ImPauls": Kooperationen mit Schulen, Gruppen und Arbeitsgemeinschaften, die sich künftig dort treffen, oder Marxloher Jugendliche, die Nachhilfe erhalten. Finanziert wird die Arbeit im "ImPauls" im Wesentlichen aus öffentlichen Fördertöpfen auf Stadt-, Land- und EU-Ebene. Mit Hilfe dieser Unterstützung betreuen die Fachleute der Werkkiste zum Beispiel jugendliche Schulverweigerer, ausländische Mitbürger, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder Schulabgänger, die sich mit dem Wechsel in ein geregeltes Berufsleben schwer tun.

Quelle: RP
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