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Duisburg
Im Zeichen des humorvollen Hundes

Duisburg: Im Zeichen des humorvollen Hundes
Auf unterhaltsame und aufregende Momente können sich die Besucher des Frühlingsfestes freuen, das China-Fans auch schon im vergangenen Jahr hier erleben konnten. FOTO: Probst
Duisburg. Am 23. Februar feiern chinesische Studenten und Wissenschaftler das traditionelle Frühlingsfest in der Mercatorhalle. Besucher sind willkommen. Höhepunkte sind die Aufführung einer Tanzoper und zum Abschluss ein Feuerwerk. Von Peter Klucken

Nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender beginnt heute das Jahr des Hundes. In China verbindet man mit dem Hund lauter positive Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Treue, Verschwiegenheit - und, was vielleicht verwundert, Humor. Wie dem auch sei: In China ist der Beginn eines neuen Jahres Grund zu feiern. "Das Frühlingsfest ist bei uns das wichtigste Fest des Jahres", sagte gestern Prof. Dr. Kiu Liang, chinesische Kodirektorin des in Duisburg beheimateten Konfuzius-Instituts. Bei diesem Fest werde gewissermaßen Weihnachten und Silvester zusammengefeiert. Und zwar zwei Wochen lang.

Kiu Liang stellte zusammen mit anderen Organisatoren das Programm des Frühlingsfestes vor, das am Freitag, 23. Februar, in der Mercatorhalle gefeiert wird. Dieses chinesische Frühlingsfest ist das größte seiner Art in ganz Nordrhein-Westfalen. Das Besondere ist, dass trotz eines aufwendigen Programms der Eintritt für alle Besucher frei ist. "Jeder, der chinesisches Flair und die chinesische Kultur erleben möchte, ist herzlich eingeladen", so Liu Liang Shijie Deng, Vorsitzender des Vereins chinesischer Wissenschaftler und Studenten, beim Pressegespräch im Rathaus.

Oberbürgermeister Sören Link hat wie in den Vorjahren die Schirmherrschaft über das Fest übernommen. Link hob hervor, dass die Idee, ein Frühlingsfest in Duisburg zu feiern, von chinesischen Studierenden und chinesischen Wissenschaftlern der Universität und des Konfuzius-Instituts ausgegangen sei. "Mittlerweile ist das Fest ein Selbstläufer", so der Oberbürgermeister.

Das Fest startet am 23. Februar bereits um 15 Uhr. Geboten werden Kalligraphie, Kung-Fu-Darbietungen, Kinderschminken und viele andere Aktivitäten. Unter anderem beteiligen sich das Explorado-Kindermuseum und der Zoo Duisburg am Programm.

"Viele Akteure aus Duisburg, dem Ruhrgebiet und auch aus China feiern mit", sagte gestern Miriam Börsting, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts.

In den Vorräumen der Mercatorhalle werden auch Informationsstände aufgebaut. Für die nötigen Kontakte sorgt u.a. Johannes Pflug, ehemals für die Außenpolitik zuständiges Mitglied des Bundestags und nun China-Beauftragter der Stadt Duisburg. Pflug hat übrigens auch den MSV dazu gebracht, sich mit einem Infostand am Frühlingsfest zu beteiligen.

Um 18 Uhr beginnt die Abendgala zum Frühlingsfest. Auch dafür ist der Eintritt frei. Nach einigen Grußworten startet das Bühnenprogramm. Es umfasst Tanz, Theater, Kampfsport und Gesang. Ein besonderes Highlight ist der Auftritt einer 38-köpfigen Künstlergruppe aus China: Das Yinchuan Arts Theatre zeigt gegen 20 Uhr die Tanzoper "Der Mond über dem Helan-Gebirge." Prof. Dr. Liu Lliang, die selber aus Yinchuan stammt, hat dafür gesorgt, dass dieses in China sehr bekannte Ensemble beim Frühlingsfest in Duisburg auftritt. Duisburg ist dabei der Start für eine kleine Deutschland-Tournee der Truppe. Das Fest endet um 21.45 Uhr mit einem Feuerwerk auf dem König-Heinrich-Platz.

Ralf Meuer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, wies auf die lange Liste von insgesamt 18 Sponsoren hin, die es ermöglichen, dass der Eintritt zum Fest frei ist. Meurer machte gestern auch auf die Intensivierung der deutsch-chinesischen Beziehungen aufmerksam.

Im vergangenen Jahr hätten zwölf neue Unternehmen aus China in Duisburg Geschäftsbeziehungen aufgebaut. Sehr gut sei auch die Resonanz auf den zweiten Existenzgründerwettbewerb ESCID für chinesische Interessenten verlaufen. Meurer: "Gemeinsame Feierlichkeiten wie das Chinesische Frühlingsfest bereiten den Boden für ein gelungenes Miteinander, das auch in der Arbeitswelt Früchte trägt", so Meurer.

Quelle: RP
 
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