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In die Stadt kommt Bewegung

Duisburg. Die Aussichten sind gut, dass der Knoten platzt. In den vergangenen Monaten kam die Stadtentwicklung offensichtlich in Gang. Am Hauptbahnhof wird noch in diesem Jahr mit dem Bau des Fernbus-Bahnhofes begonnen. Der danebenstehende Hotelrohbau nähert sich seiner endgültigen Höhe. Auf dem Gelände der alten Berufsschule am Rathaus fallen die Fassaden.

Und selbst in das so ausweglos erscheinende Projekt Eurogate am Innenhafen kommt scheinbar Bewegung. Nun gut: Für die Neubebauung des Berufsschulgeländes fehlen Investoren und verbindliche Pläne. Und "The Curve" ist bislang noch nicht viel mehr als eine Absichtserklärung. Schließlich muss der Projektentwickler sicher sein, dass sich Investoren beziehungsweise Mieter finden lassen, was am Innenhafen leichter möglich sein sollte als anderswo in der Stadt. Wenn die nun angestoßenen Projekte tatsächlich Formen annehmen, dann hat Oberbürgermeister Link wirklich etwas Vorzeigbares hinbekommen. Er und sein Planungsdezernent dürften sich dann auf die Schultern klopfen. Da ist man fast geneigt zu vergessen, dass sich auf der Brache am Güterbahnhof (Krieger) noch immer nichts tut, dass nach der Absage des Factory Outlet Centers in Hamborn die Probleme eher größer als kleiner geworden sind und dass bislang zumindest auf dem Grundstück an der Steinschen Gasse in Höhe der Marienkirche immer noch Stillstand herrscht (was sich laut Ankündigung des Baudezernenten im Frühjahr, also spätestens mit der Ratssitzung im April) ändern wird.

Für Duisburg wäre es gut, wenn aus den Vorhaben wirklich was wird. Und für den Oberbürgermeister auch, muss er sich doch in zwei Jahren zur Wiederwahl stellen.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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