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Duisburg
In Kontakt mit Kunst und Natur

Duisburg. Die neue Ausstellung "In Kontakt" im "Hafenkult" zeigt malerische Positionen zum Thema Naturräume. Von Olaf Reifegerste

Auftakt einer neuen "Hafenkult"-Veranstaltungsreihe, bei der Künstler des Atelier- und Ausstellungshauses am Parallelhafen Gastkünstler von woanders her zu einer gemeinsamen Kunstpräsentation einladen, ist die Ausstellung "In Kontakt", die heute Abend um 19.30 Uhr eröffnet wird. Drei Künstlerinnen treffen sich diesmal zu malerischen Positionen, die das Thema Naturräume zum Inhalt haben. Bei den "Hafenkult"-Künstlerinnen Ingrid Lohmann-Küppers und Katrin Roth sind das die Themen "Schatten" und "Vertikale", bei der Bochumer Gastkünstlerin Marion Sabine Ewald heißt der Themenschwerpunkt "Horizonte".

"Verbindende Elemente aller Arbeiten als roter Faden der Ausstellung sind unsere individuellen Blickwinkel zur Natur", beschreibt Katrin Roth die inhaltliche Konzeption der Ausstellung. Sie und Ewald kennen sich aus ihrer teils gemeinsamen Studienzeit am "Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie" (IBKK) in Bochum. So kam der Kontakt für diese Erstpräsentation zustande, auch wenn Ewald bereits bei den "Sommerboxen" von "Hafenkult" 2013 mit dabei war.

Ewalds malerischer Schwerpunkt liegt in der Wiedergabe von Stimmungen und Atmosphären in naturbelassenen Landschaften sowie im Einfangen von Lichtsituationen. Sie unterzieht ihre Arbeiten einem Reduktionsprozess, so dass Landschaftselemente nur noch als reine Form- und Farbflächen übrigbleiben. In ihrer Arbeitsreihe "Horizonte" reflektiert sie Momente der Küste als Berührungspunkte zwischen Himmel und Meer. Dabei spielt sie mit der Symbolik von Wasser, Luft und Ruhe. Ihre Arbeiten setzt sie malerisch in Acryl auf Leinwand beziehungsweise grafisch in Monotypien auf Papier um.

Ausgangspunkt der Arbeiten von Lohmann-Küppers sind organische Formen und Linien. Die Bildkompositionen ihrer aktuellen Arbeiten entstanden draußen im Freien. Sie überträgt Umrisse pflanzlicher Schatten direkt auf den Malgrund und nutzt das natürlich vorhandene Licht als Projektor. Die Schatten werden ihrer Funktion entleert und als reines Muster zum zentralen Bildobjekt. Die Malerin Lohmann-Küppers, die zeitgleich zu gleichem Thema vergleichbare Arbeiten im Moerser Peschkenhaus ausstellt, spielt mit Bildformaten, Farbvariationen und kompositorischen Fragestellungen der Raumwahrnehmung.

Roths Arbeiten sind Ergebnisse der intensiven Auseinandersetzung mit dem Naturraum Wald, der zum einen Freizeitort, Zufluchtsort und Märchenschauplatz sein kann, zum anderen aber auch Tatort und Jagdplatz.

Dabei findet eine Art Zerlegung des Bildmotivs in Farbsegmente und lineare Wuchsrichtungen statt, die in der Ausführung abstrakt sind und erst im Moment der Betrachtung des gesamten Bildes zu einem realen Naturraum zusammenwachsen.

In den Arbeiten ihrer Werkreihe "Vertikale" werden Bäume stilisiert auf senkrechte, vertikale Streifen oder gar leere Flächen. Ihre Arbeitstechnik ist Öl auf Leinwand sowie Monotypie auf Papier. Zu sehen in der Ausstellung sind insgesamt knapp 20 größere Kunstwerke der Malerei und gut 50 kleinformatige, gerahmte Monotypien der Druckgrafik. Die Ausstellung endet am 11. November.

Die Öffnungszeiten sind jeweils freitags von 17 bis 20 Uhr sowie anlässlich des "Offenen Ateliers Duisburg" am 29. und 30. Oktober von 12 bis 18 Uhr, ansonsten nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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