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Duisburg
In weniger als acht Minuten am Unfallort

Duisburg: In weniger als acht Minuten am Unfallort
Immer wieder muss die Polizei auch bei schweren Verkehrsunfällen ausrücken, so wie hier bei einem Unfall auf der B 288 im Februar 2017. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Die Duisburger Polizei zog gestern Bilanz ihrer Einsätze im vergangenen Jahr. Die Beamten waren bei Verkehrsunfällen ebenso gefordert wie bei Demonstrationen und bei Einsätzen gegen die Raserszene.

Die Duisburger Polizei zog gestern Bilanz ihrer Einsätze im vergangenen Jahr. Rund 159.000 Anrufe gingen 2017 über den Notruf 110 bei der Leitstelle ein. Daraus ergaben sich 86.092 Einsätze (gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 741), die von den 780 Polizisten der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz bewältigt werden mussten. "Trotzdem waren wir erneut schneller am Einsatzort als im Vorjahr," sagt Polizeipräsidentin Bartels zufrieden. Beim Einsatzstichwort "Täter am Ort" trafen die Polizisten durchschnittlich in vier Minuten und 50 Sekunden (5:33) und bei Verkehrsunfällen mit Verletzten in 7:51 (8:03) am Ort des Geschehens ein. Die Durchschnittszeit bei allen Einsätzen, dazu gehören auch beispielsweise Verkehrsbehinderungen, lag von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Streife am Einsatzort bei 16:14 (16:41) Minuten.

Die Polizisten des Wachdienstes nahmen im Jahr 2017 insgesamt 32.485 (30.957) Strafanzeigen auf. 2918 (-82) Personen kamen ins Polizeigewahrsam. Sie mussten entweder ihren Rausch ausschlafen oder waren nach einer Straftat als Tatverdächtige festgenommen worden. In 19.245 (18.243) Fällen war das Einsatzstichwort Verkehrsunfall. Weil ein Streit in einer Familie eskalierte, riefen Bürger 1179-mal (+52) die Polizei. 2010 Vermisste wurden vom Wachdienst, der Einsatzhundertschaft oder der Diensthundstaffel gesucht, oft auch gemeinsam. Aus Überfall- und Einbruchalarmen ergaben sich 1977 Einsätze (-255). In den meisten Fällen handelte es sich um Einbruchmeldealarme (1079). Die Schutz- und Aufklärungsmaßnahmen bei gefährdeten Personen und Objekten reduzierten sich um rund 20 Prozent auf 57.331. Bei fast 90.000 Einsätzen und rund 160.000 Anrufen bei der Leitstelle gab es lediglich 64 Beschwerden. Eine verhältnismäßig geringe Zahl, die die Polizei als Hinweis wertet, dass die Bürger mit ihr zufrieden sind.

Zu den besonderen Einsatzlagen im vorigen Jahr gehörten neben Silvester, Karneval und der Weihnachtsmarkt auch 228 Demonstrationen und die Heimspiele des MSV. Größere Hausbrände, wie im Januar in Neumühl mit 14 Verletzten und im September in Meiderich mit vier Toten beschäftigten auch die uniformierten Polizisten, ebenso die Tötungsdelikte.

Zu den besonderen Einsätzen gehörte gleichfalls ein umgekippter Autokran in Huckingen. In Obermeiderich stürzte ein Baggerfahrer von einer Brücke auf die Fahrbahn. Mehrere Durchsuchungen, zum Beispiel im Oktober bei einem Mitglied der Osmanen Germania und im Dezember im Rotlichtviertel der Altstadt gehörten ebenso dazu wie der Unfall eines Fahrgastschiffes am Ende des Jahres. Die Duisburger Hundertschaft der Bereitschaftspolizei unterstützte bei besonderen Einsatzlagen nicht nur die eigene Behörde. Die Polizisten waren in ganz NRW bei Fußballspielen, Durchsuchungen und Demonstrationen etwa im Hambacher Forst oder bei den G20-Gipfeln in Bonn eingesetzt. Länderübergreifend waren die Einsatzkräfte beim G-20-Gipfel in Hamburg und zum "Tag der deutschen Zukunft" in Karlsruhe.

Im Duisburger Norden konnte die Polizei mit der durch das Innenministerium weiterhin gewährten Unterstützung durch zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei die erfolgreiche Null-Toleranz-Strategie fortführen. Rumänische Polizisten unterstützten im Juli und Dezember 2017 wiederholt im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit. Auch den Kantpark und den Hochemmericher Markt hatten die Beamten besonders im Blick. Zivile Streifen, die Diensthundestaffel und die Einsatzhundertschaft waren hier zur Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt. Auf der Weseler Straße, der ehemaligen B8 in Hamborn, gingen die Beamten zusammen mit der Stadt mehrfach gegen zu schnelle Autofahrer vor.

Quelle: RP
 
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