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Duisburg
Investorensuche auf der Messe Expo Real

Duisburg: Investorensuche auf der Messe Expo Real
Das Bahnhofsgelände in Wedau (oben) und potenzielle Baugebiete im Duisburger Süden (Mitte) sind Thema auf der Messe (unten). FOTO: Reichwein (2)/ Expo real
Duisburg. In der kommenden Woche machen sich Vertreter der Stadt auf den Weg nach München, um dort für zahlreiche Projekte Investoren und Interessenten zu gewinnen. Von Carolin Skiba

Mit "Flächen, Plänen und Ideen" werden Vertreter der Stadt Duisburg, allen voran Oberbürgermeister Sören Link, am kommenden Dienstag, 4. Oktober, zur Immobilienmesse Expo Real nach München reisen. Mit rund 30 Stadtentwicklungsmaßnahmen aus den Bereichen Wohnen, Wirtschaftsflächen und Umwelt, gebündelt in einer anschaulichen Infomappe, wollen sie Investoren gewinnen und "mit vollen Taschen" zurückkehren, wie Planungsdezernent Carsten Tum bei dem gestrigen Pressegespräch mitteilte.

Die Expo Real ist die größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa. Sie wird seit 1998 jährlich Anfang Oktober auf dem Gelände der Messe München von der Messe München GmbH veranstaltet. "Die letzten Jahre waren geprägt von vielen Vorbereitungen. Dieses Jahr haben wir einiges vorzuweisen. Wir haben laufende Projekte, bereits fertige und welche, die sich im Bau befinden", sagte Oberbürgermeister Sören Link. Dabei seien Highlights, wie der OB sagte, mit denen Duisburg Investoren begeistern könne. Auch die Gebag, in Vertretung des Geschäftsführers Bernd Wortmeyer, wird bei der Expo Real mit dabei sein. "Anders als andere Städte haben wir in Duisburg Platz. Wir haben große Flächen, die wir für den Wohnungsbau vorgesehen haben", beschreibt Wortmeyer Duisburgs Trümpfe. Es gebe Flächen, die nun an Investoren, private "Häuslebauer" und Neu- oder Alt-Duisburger gebracht werden sollen. Denn es brauche, so Wortmeyer, ein attraktives Wohnangebot, um Menschen an Duisburg zu binden, und um neue Bewohner zu gewinnen. Es gebe insgesamt mehr als 100 Hektar Grundstücksfläche, die in den kommenden zwei bis zehn Jahren auf den Weg gebracht werden sollen. Darauf können 5000 bis 6000 neue Wohneinheiten entstehen, in denen wiederum rund 20.000 neue Duisburger ihr Zuhause finden können. Nun liege der Fokus auf der Umsetzung folgender Stichpunkte: Erschließung, Planungsrecht schaffen und Investoren finden. Die Rolle der Gebag, so Wortmeyer, sei die Projektentwicklung und Erschließung. Auf einigen Flächen werde sie aber für das eigene Anlagevermögen selbst investieren und sozialen Wohnungsbau betreiben.

Als die drei herausragendsten Flächen in Duisburg nannte Wortmeyer allen voran Wedau mit der größten Fläche von 60 Hektar, die zur Verfügung stehen. "Eine ideale Lage im Grünen, die sich auch für Menschen anbietet, die hier leben und in Düsseldorf arbeiten", sagt der Gebag-Geschäftsführer. Als zweites nannte Wortmeyer das Mercatorquartier. Die 28.000 Quadratmeter große Grundstücksfläche besteche durch ihre exponierte Lage mitten im Stadtzentrum und nahe des Innenhafens und lasse sich durch den Wohnungsbau urban entwickeln. Die rund 350 geplanten Wohneinheiten würden von der großen Anzahl an Restaurants, Geschäften sowie Kunst- und Kulturangeboten profitieren. Als dritte herausragende Fläche nannte der Gebag-Chef das Neubaugebiet Angerbogen, wo auf großzügigen Grundstücken exklusive, freistehende Einfamilienhäuser entstehen konnten und mit dem nahe gelegenen Intel Development Center bis zu 350 Arbeitsplätze. Neben den genannten Objekten nehmen Link, Wortmeyer, Tum und der Chef der Wirtschaftsförderung, Ralf Meurer, aber noch weitere Projekte mit, wie etwa das ehemalige Hallenbad in Beeck, die alte Sportanlage in Homberg oder das alte Schulgebäude in Rheinhausen. Unter den Gewerbeflächen sind die an der Mercatorstraße, die mit einem Festpreis von 2,5 Millionen Euro ins Rennen geschickt werden soll, die rund 6000 qm große Fläche Am Güterbahnhof oder das Areal an der Rheindeichstraße.

Auf der Messe wolle man intensive Gespräche führen und Duisburg als eine Stadt präsentieren, in der es sich zu leben lohne. Link: "Hier hat sich viel getan, in den letzten Jahren ist Duisburg unter Wert gelaufen." Alle Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, positive Ergebnisse aus München mitzubringen.

Quelle: RP
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