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Duisburg
Jazz vom Feinsten in der Lutherkirche

Duisburg. Die Intermezzo-Konzertreihe in Duissern bietet auch im 13. Jahr ein anspruchsvolles Programm. Von Ulrich Joppich

"Jazz auf hohem Niveau" - das war von Anfang an das Ziel einer kleinen Gruppe Ehrenamtlicher für die Intermezzo-Konzertreihe in der Duisserner Lutherkirche. Es besteht keine Zweifel daran, dass dieses Ziel erreicht wurde. In den vergangenen zwölf Jahren sorgten unter anderem so renommierte Musiker und Bands wie Anne Haigis, Inga Rumpf, Barbara Dennerlein, Olivia Trummer, Omer Klein, Dusko Goykovich und Phronesis für Begeisterung und viel Applaus bei dem fachkundigen Publikum, das inzwischen aus der gesamten Region zu den Konzerten nach Duissern kommt.

Auch für 2016 haben Karl Bongartz und Kurt Rossenrath ein sehr anspruchsvolles Programm zusammengestellt. In diesem Jahr gibt es sogar sieben statt bisher sechs Konzerte. Den Auftakt macht am 29. Januar das Marius Neset Quartet. Kaum ein junger europäischer Jazzmusiker sorgte in den vergangenen Jahren international für mehr Aufsehen als der norwegische Saxofonist. Wer seine gefeierten Auftritte auf dem Jazzfest Berlin, dem Elbjazz Festival Hamburg, JazzBaltica Festival oder in der Kölner Philharmonie erlebt hat, stellte erstaunt fest: "Was Marius Neset am Saxofon macht, ist nichts anderes als der Schritt in eine neue Dimension dieses Instruments" (Süddeutsche Zeitung). Der britische Guardian zählt Neset zu den aktuell größten Entdeckungen des Jazz.

Auf brasilianische Klassiker zwischen Bossa Nova, Pop und Jazz können sich die Intermezzo-Besucher beim Konzert mit der Juliana da Silva Band und dem Saxofonisten Tony Lakatos am 4. März freuen. Weiter geht es am 8. April mit Lutz Häfner (Saxophon) und Rainer Böhm (Piano). Die beiden exzellenten Musiker kommen mit vier Cellisten nach Duissern. Lutz Häfner gehört zu den ganz Großen seines Fachs. Er arbeitete mit großen Jazzmusikern zusammen - unter anderem mit Peter Herbolzheimer, Till Brönner und Ack van Royen, daneben aber auch mit Xavier Naidoo, Max Herre und Joy Denalane.

Als "junge deutsche Wilde" wird das Quartett "Mo' Blow" oft bezeichnet, das am 3. Juni in der Lutherkirche gastiert. Mit fetten Grooves, erdigen Sounds und treibenden Rhythmen sorgen die vier Musiker international für Furore. Nicht weniger spannend dürfte der Auftritt von Ulf Wakenius mit seinem Projekt "The Boss City" am 16. September sein. Drei außergewöhnliche Musiker sind hier vereint, um Wes Montgomery, dem einflussreichsten Jazzgitarrenspieler aller Zeiten, ihren Tribut zu zollen.

Akrobatische Gesangskunst und Improvisation auf Portugiesisch sind das Markenzeichen der eigenwilligen Jazzsängerin Maria Joao und dem Pianisten Mário Laghina am 28. Oktober, und mit der leidenschaftlichen Jazz-Pianistin Marialy Pacheco und ihrem Trio gibt es zum Abschluss am 2. Dezember einen Temperamentvolles aus Kuba. Sie kommt mit dem Trompeter Joo Kraus als Special guest nach Duissern.

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr, Eintritt 12 /ermäßigt 9 Euro; das Abonnement für alle sieben Konzerte kostet 68/ermäßigt 44 Euro. Vorverkauf 1001 Buch, Oststraße 125, und Weinhandlung Hauschild, Moltkestraße 36.

Quelle: RP
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