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Duisburg
Jüdische Kultur in Duisburg erleben

Duisburg. Die jüdische Kultur ist so vielfältig, wie die Menschen selbst. Und dennoch ist sie vielen gänzlich unbekannt. Damit das nicht so bleibt, haben alle Interessierten ab kommendem Sonntag die Gelegenheit, einen Einblick in die jüdische Kultur und das Leben in Deutschland zu erhalten. Vom 11. bis zum 27. September finden in Duisburg, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr die Jüdischen Kulturtage statt. Zum ersten Mal veranstaltet die Jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen in diesem Jahr die Kulturtage auf kommunaler Ebene. "Es ist schon immer der Wunsch der Gemeinde, sich nach außen zu öffnen. Wir stellen fest, dass es einen Bedarf gibt, die jüdische Kultur kennenzulernen", sagt Dmitriy Yegudin, Vorstandsvorsitzender der jüdischen Gemeinde Duisburg. Über 21 Veranstaltungen wird es in knapp zweieinhalb Wochen geben. Beispielsweise können Besucher nach der Eröffnung der Kulturtage am Sonntag um 15 Uhr an einer offenen Führung durch das Gemeindezentrum am Springwall 16 teilnehmen (16-17 Uhr). Im Garten der Erinnerung im Innenhafen wird zu Beginn der Kulturtage die Ausstellung "Israelische Künstler im Deutschen Raum" eröffnet. Eine weitere Ausstellung wird ab dem 18. September im Kreativquartier Ruhrort gezeigt: "Der Mensch des Menschen Wolf? Mahnung-Erinnerung-Verantwortung" mit Bildern der Künstlerin Francine Mayran. Von Carolin Skiba

"Typische" Musik in Form von Jiddischen Liedern und Klezmermusik wird am Montag, 12. September im Jüdischen Gemeindezentrum von dem Duo Valeriya Shishkova und Di Vanderer aus Dresden präsentiert. Um 18 Uhr geht es los. Ein weiteres Konzert im Gemeindezentrum findet am 18. September um 17 Uhr statt. Klassik und Weltmusik für Cello und Gitarre wird es von dem Duo Burstein und Legnani zu hören geben. Auch für Geschichtsinteressierte wird einiges geboten, wie etwa ein Vortrag von Dr. L. Joseph Heid über "Mehr Intelligenz als körperliche Kraft - Ostjüdische Arbeiter im Ruhrgebiet 1914-1923" im Haus der Stadtgeschichte in Mülheim um 19 Uhr.

Im Filmforum wird am Dienstag, 20. September, der Dokumentarfilm "Mr. Gaga" von Tomer Heymann gezeigt, der von einem der bedeutendsten Choreographen des zeitgenössischen Tanzes, dem Israeli Ohad Naharin handelt. Literatur gibt es in Mülheim und Oberhausen. In der Mülheimer Stadtbibliothek am Synagogenplatz 3 liest am Mittwoch, 21. September, um 19.30 Uhr Prof. Dr. Daniel Hoffmann aus seinem Werk "Heimat, bist du wieder mein. Autobiographische Erinnerungen an das deutsche Judentum". Mit einem jüdisch-russischen Nachmittag mit Igor Pekhovich vom Moskauer Theater "Na Taganke" gehen die Kulturtage am 27. September zu Ende.

Weitere Informationen gibt es bei der Jüdischen Gemeinde unter Telefon 0203 298 12 05.

Quelle: RP
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