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Duisburg
Junge Arbeitslose oft ohne Perspektive

Duisburg: Junge Arbeitslose oft ohne Perspektive
Duisburgs Agentur an der Wintgensstraße in Duissern. FOTO: crei
Duisburg. Im August ist die Arbeitslosenzahl zwar gesunken. Aber Sorgen macht, dass arbeitslose Jugendliche in vielen Fällen mangels Berufsausbildung schwer zu vermitteln sind.

Die Arbeitslosigkeit in Duisburg ist im vergangenen Monat um 0,9 Prozentpunkte (-296) gesunken. Immer noch sind 32.528 Bürger unserer Stadt ohne Job. Der leichte Rückgang und die gestiegene Arbeitskräftenachfrage "bewerte ich durchaus positiv und hoffe, dass die anstehende Herbstbelebung diese Entwicklung weiter fortsetzt", sagt Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 13,1 Prozent. Nicht darin eingerechnet sind 8.212 Arbeitssuchende in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten beschäftigt und fallen deshalb nicht in die Arbeitslosenquote. Unverändert beziehen die meisten Arbeitslosen in Duisburg "Hartz IV". 27.502 Personen (-0,6 Prozent) waren im August in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. "Trotz der Sommerferien haben uns die Unternehmen mehr freie Stellen gemeldet als im vergangenen Monat. Dennoch ist es nun wichtig, dass die Betriebe uns weiterhin und zeitnah alle freien Arbeitsstellen zur Verfügung stellen, damit wir diese mit passenden Bewerberinnen und Bewerbern schnellstmöglich besetzen können", appelliert Ulrich Käser.

Die meisten freien Arbeitsstellen kamen in diesem Monat aus dem Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, gefolgt von Stellen aus Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Auch aus dem Gesundheitswesen incl. Soziales, Lehre und Erziehung wurden viele Vakanzen gemeldet.

Besorgniserregend ist die hohe Zahl der jungen Arbeitslosen (3.372). Das sind das 17,5 Prozent mehr als im August 2015. Ein Grund dafür ist der Anstieg der gemeldeten Ausländer in dieser Altersgruppe. "Von den arbeitslosen Jugendlichen haben 72,7 Prozent keine abgeschlossene Berufsausbildung. Generell gilt, dass eine langfristige Integration deutlich besser gelingt, wenn ein Berufsabschluss erreicht wurde", erklärt Ulrich Käser.

Seit Oktober 2015 meldeten sich 3.491 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit Duisburg. Von ihnen wurden 3.031 "versorgt". 460 haben bislang noch keine Stelle gefunden. Die Zahl der betrieblichen Berufsausbildungsstellen, die Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit Duisburg seit 1. Oktober 2015 gemeldet haben, liegt im August leicht über den Vorjahreszahlen. Die Unternehmen haben mit 2.619 Angeboten 0,3 Prozent mehr betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet als im Vorjahr.

Hinzu kommen noch 95 außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen. 524 der gemeldeten Stellen waren zum Stichtag noch unbesetzt. "Gerade wer bereit ist, über Alternativen zu seinen Ausbildungswünschen nachzudenken, hat auch jetzt noch Chancen", ermuntert Ulrich Käser die noch Unversorgten.

Quelle: RP
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