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Duisburg
Junge Muslime zeigen Stück gegen Hetze

Duisburg. Das Projekt "Junge Muslime in Auschwitz" fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Bei der ersten Fahrt entstand als Aufarbeitung ein Theaterstück, das mehrmals aufgeführt. Nach der vorletzten Fahrt wurden die Erlebnisse ebenfalls zu Papier gebracht und für die Bühne umgesetzt. Nachdem das Stück "Coexist" in Schulen und kleinen Gruppen gezeigt wurde, gibt es am Samstag, 19. November, im Bürgerhaus Neumühl, Otto-Hahn-Straße 49, die öffentliche Premiere. Beginn ist 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Karten zum Preis von fünf Euro gibt es ab sofort im Neumühler Modehaus, Kierdorf, Holtener Straße 208-210, sowie an der Abendkasse. Nach Deckung der Kosten fließt ein möglicher Überschuss in die Finanzierung der nächsten Gedenkstättenfahrt im kommenden Jahr.

Die Theatergruppe der "HeRoes - Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre - Ein Projekt für Gleichberechtigung von Jungs e.V." besteht aus zehn jungen Leuten mit türkischer, arabischer und jezidischer Zuwanderungsgeschichte, die zurzeit im HeRoes-Projekt die Ausbildung zu Multiplikatoren absolvieren, um dann an Schulen und Jugendeinrichtungen Workshops für Demokratie und Menschenrechtsbildung anzubieten. Im Mittelpunkt von "Coexist" steht die Frage, wie Vorurteile und Hass von einer Generation an die andere weitergegeben werden. Dabei fließen biographische Familiengeschichten, persönliche Erfahrungen mit Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ein. Die zehn Jugendlichen setzten sich seit dem Sommer 2014 über mehrere Monate mit den Themen Nationalsozialismus und Antisemitismus auseinander.

Um die Gefühle, Gedanken und Erlebnisse zu verarbeiten, die sie während ihrer Reise und ihres Aufenthaltes im Oktober 2014 in Auschwitz - wiederum vom Verein für Offene Jugendarbeit in Neumühl (OfJu) organisiert" - und danach hatten, entstand das Theaterprojekt mit einer deutlichen Botschaft: Kein Krieg, keine Angst, keine Ausgrenzung! Die Gedenkstättenfahrt wurde zudem filmisch dokumentiert. Darin wurde auch der Prozess der Entwicklung des Theaterstücks eingebunden. Diese Dokumentation wurde Ende September im Filmforum mit anschließender Podiumsdiskussion dokumentiert.

In dem Theaterstück indoktriniert ein arabischer Vater seinen Sohn mit Judenhass. Im Laufe des Theaterstückes lernt dieser arabische Sohn einen Juden kennen und schließt mit ihm Freundschaft.

Quelle: RP
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