| 17.49 Uhr

Duisburg
Kabarett-Experiment gelungen

Duisburg. "Kabarett für'n Hut" heißt die Veranstaltungsreihe in der Beziksbibliothek Buchholz. Das Angebot hat sich inzwischen etabliert. Immer mehr Besucher kommen, wenn Matthias Reuter seine Gäste vorstellt. Von Marita Jüngst

Buchholz Alle zwei Monate gibt´s in der Bezirksbibliothek Buchholz an der Sittardsberger Allee "Kabarett für´n Hut". Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Der Oberhausener Kabarettist Matthias Reuter lädt die Zuschauer ein, am Ende der Veranstaltung selbst zu entscheiden, wie viel Eintritt sie für den Abend ausgeben können oder wollen. Zu sehen gibt es Satire, literarisches Kabarett, Musik und kabarettistische Literatur mit wechselnden Überraschungsgästen. Ein Kabarettkonzept für die Finanzkrise mit ständig wachsenden Besucherzahlen im Duisburger Süden. Am Donnerstag, 11. März, um 19 Uhr ist es wieder soweit.

Was im Oktober 2008 als Experiment begann, ist inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden. "Wir haben erst einmal ein Jahr lang ausprobiert, ob es klappt", sagt die Leiterin der Bezirksbibliothek Buchholz, Özlem Yalinci. Das Ergebnis ging weit über die Erwartungen der Veranstalter hinaus. Mit 40 bis 50 Besuchern hatten Yalinci und Reuter im besten Falle gerechnet. Inzwischen sind es zwischen 60 und 70 pro Veranstaltung.

Und deshalb ist das "Kabarett für'n Hut" auch aus dem Veranstaltungsraum der Bezirksbibliothek ausgezogen. "Die Zuschauer hatten dort teilweise schon vor der Tür gesessen", sagt Özlem Yalinci. Die Veranstaltungsreihe ist jetzt in die Kinderbibliothek verlegt worden. "Vor jeder Veranstaltung schieben wir die Regale weg, um Platz für die Gäste zu machen."

Den Erfolg des Kabaretts für'n Hut kann sich Özlem Yalinci selbst nicht so recht erklären. "Es hat sich anscheinend im Duisburger Süden rumgesprochen", versucht sie den Besucherandrang zu erklären. Wer mal da war und dem es gefallen hat, bringt möglicherweise beim nächsten Mal Freunde und Bekannte mit. Zudem ist der Besuch des Kabaretts ganz unproblematisch. Eintrittskarten gibt es keine, wer dabei sein möchte, der kommt einfach.

"Das Konzept ist bei uns aufgegangen", sagt Özlem Yalinci und freut sich darüber. Das Risiko, das sie und Matthias Reuter zu Beginn der Veranstaltungsreihe eingegangen sind, wurde belohnt. Denn die Besucher kommen nicht nur zahlreich zu den Vorstellungen, sie geben am Ende auch tatsächlich etwas in den Hut, der durch die Zuschauerreihen wandert. Für Kultur, die ihnen gefällt, sind die Gäste anscheinend durchaus bereit, in den Geldbeutel zu greifen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Duisburg: Kabarett-Experiment gelungen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.