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Duisburg
Königstraße zu verkaufen

Duisburg. Endlich gibt es eine Duisburg-Edition des beliebten Brettspiels Monopoly. Nun kann jeder Masurenallee, Südstraße und Bonnacker kaufen, dort Häuser und Hotels bauen und so zum Immobilienmogul Duisburgs aufsteigen. Von Anja Streichan

Jeder kennt es, jeder spielt es. Monopoly ist das beliebteste Familienspiel Deutschlands. Wer immer schon an der Königstraße Häuser und Hotels bauen, dort hohe Mieten kassieren und der wichtigste Immobilienhai Duisburgs werden wollte, dessen Wünsche werden jetzt erhört. Endlich gibt es eine Duisburg-Edition des beliebten Brettspieles. Zum Verkauf stehen Friedrich-Ebert-Brücke, Margaretenstraße, Dellplatz und der Philosophenweg im Innenhafen.

Entwickelt wurde das Duisburg Monopoly vom Düsseldorfer Spieleverlag Winning Moves zusammen mit Duisburg Marketing. Uwe Gerste, Geschäftsführer der DMG, wagte sich gestern selbst ans Spielbrett: "Das Spiel lässt Touristen spielerisch noch einmal alle schönen Erfahrungen ihres Besuchs in Duisburg nachvollziehen. Andererseits werden viele Duisburger ihre Lieblingsplätze auf dem Spielfeld wiederfinden."

Stadtwerke zu verkaufen

Findige Hobby-Geschäftsleute können die Wasserwerke Rumeln und natürlich auch die Stadtwerke Duisburg kaufen. Zu den teuersten (und im Spiel begehrtesten) Straßen gehören die Königstraße und der Philosophenweg. Es lohnt sich aber auch, den Hauptbahnhof sein eigen zu nennen. Michael Tschiggerl, Pressesprecher des Spieleverlags Winning Moves, sah eine Verbindung zwischen Monopoly und Duisburg. "Bei dem Spiel geht es darum, möglichst viel Kohle zu machen – damit sind wir ja schon mitten im Ruhrgebiet", so der Spieleexperte. Mit dem Duisburg-Monopoly erschien bereits die 86. Städteedition des Familienspiels. "Duisburg ist die 18. Stadt im Ruhrgebiet, die in einem Monopolyspiel verewigt wird", so Michael Tschiggerl. "Die Städteeditionen sind vor allem beliebt, weil es das Spielvergnügen deutlich steigert, wenn man die Straßen und Sehenswürdigkeiten kennt, die man erspielt."

Da Duisburg aber viel mehr interessante Straßen hat als für das Spiel nötig, unterstützte Duisburg Marketing den Verlag bei der Straßen- und Motivauswahl. Nun sind auf Spielbrett und -karton nicht nur der Landschaftspark Nord, die Koalas des Zoos, die MSV-Arena und die Sechs-Seen-Platte zu sehen, sondern auch der Lifesaver auf der Königstraße.

"Da Duisburg eine Stadt am Wasser ist, haben wir zudem statt der Bahnhöfe wichtige Anlegepunkte in den Häfen und am Rhein ausgewählt", berichtete Petra Schröder von Duisburg Marketing. Die Fähre Walsum-Orsoy, der Steiger Schwanentor und der Steiger Schifferbörse sind jetzt auf dem Spielbrett zu finden. Glück hat, wer richtig würfelt und die drei Anlegestellen mitsamt dem Hauptbahnhof kaufen kann – denn das Monopol schlägt auf den Geldbeutel des Gegenspielers.

Quelle: RP
 
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