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Euregio Rhein-Waal Und RP präsentieren die Wissensallianz (3)
Kompass durch die Region des Wissens

Duisburg. Die beiden Fachhochschulen in Kleve und Nimwegen/Arnheim, HSRW und HAN, stehen als Hochschulen für angewandte Wissenschaften vom Prinzip her für eine enge Vernetzung mit der heimischen Wirtschaft. Gemeinsame Standards nötig. Von Matthias Grass

Wo geht's lang in der Wissensregion Rhein-Waal, welche Einrichtungen gibt es zu welchen Themengebieten? Was passiert in der "Brutstätte" für Innovationen und kreative Ideen, der Euregio Rhein-Waal? Damit sich die Fülle der Möglichkeiten erschließt, damit Unternehmer, Forscher und Studenten den Weg durch die Wissensregion finden, bekommen sie von der Euregio Rhein-Waal einen Kompass zur Hand. Der wartet im Internet unter "www.sciencecompass.de" und wurde von der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) entwickelt. Es ist ein Kompass, der auch über die Grenzen der Euregio hinausschaut, der nicht bei den Instituten innerhalb der Region stehenbleibt: Hier steht nicht der eigene Kirchturm im Zentrum, sondern die Auswahl aller Möglichkeiten: Auch andere Städte haben schöne Türme.

"Wir haben hier auf einer Internetseite, die sich selbst erschließt, alle Wissenseinrichtungen zusammengeführt, die einem Unternehmer aus der Region helfen können, sein Projekt mit dem passgenauen Partner umsetzen zu können", sagt Dr. Gerhard Heusipp. Der HSRW-Wissenschaftler ist Direktor des Zentrums für Forschung, Innovation und Transfer (ZFIT), das mit dem Kompass eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Wissensallianz Rhein-Waal gelegt hat.

Die beiden Fachhochschulen in Kleve und Nimwegen/Arnheim stehen als Hochschulen für angewandte Wissenschaften vom Prinzip her für eine enge Vernetzung mit der heimischen Wirtschaft: In Kleve hat die Hochschule Rhein-Waal (HSRW) ihren Sitz, die zu den Hochschul-Neugründungen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2009 gehört und inzwischen 5000 Studenten zählt. Ihr Zentrum für Forschung, Innovation und Transfer (ZFIT) ist die Anlaufstelle für große und kleine Unternehmen, die ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Idee erforschen wollen. Die HAN (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen) trägt ihren Sitz in den beiden großen Städten der Provinz Gelderland bereits im Namen und gehört mit mehr als 30 000 Studenten zu den großen Bildungseinrichtungen in der Euregio. Seit drei Jahren führen die Innovationszentren der HAN Studenten und Unternehmen zusammen - damit die Studierenden dort ihr Praktikum absolvieren oder ihre Bachelor-Arbeit schreiben können. Die HAN möchte jetzt auch in Deutschland solche Innovationszentren einrichten.

Denn es sei wichtig, grenzüberschreitend zu arbeiten, sagt Anne-Marie Haanstra von der HAN, Koordinatorin des "Wissenszentrums" der HAN. Es sei aber auch wichtig, gemeinsame Koordinaten zu haben, damit man auf einen gemeinsamen Standard komme: "Es gibt kein standardisiertes Bildungsprogramm zum Unternehmertum, das an allen Hochschulen eingesetzt werden kann", sagt Haanstra. Deshalb hat die HAN eine "Toolbox" für die Wissenallianz ausgearbeitet, die solche Standards möglich macht. Es sei eines der Hauptziele des dritten Arbeitspaketes vom Interreg-IV-Programm Deutschland-Niederlande gewesen, verständlich darstellen zu können, "wie die Hochschulen in der Euregio Rhein-Waal einerseits unternehmerischer werden und andererseits das Niveau unternehmerischer Kompetenzen innerhalb der Studentenschaft messen können", sagt Haanstra.

Und sie fügt an: "Die Toolbox ist wie ein Kochbuch mit Rezepten aufgebaut." Ein Kochbuch, das mit den richtigen Ingredienzien zum Unternehmer führt.

Quelle: RP
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