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Duisburg
Konzert für Flüchtlingskinder

Duisburg: Konzert für Flüchtlingskinder
Hohe Kunst der Improvisation: Klarinettist Kinan Azmeh spielt zur Live-Malerei von Kivork Mourad. FOTO: veranstalter
Duisburg. Zwei New Yorker Künstler und ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker gastieren am 5. März in der Liebfrauenkirche in einer ungewöhnlichen Wohltätigkeitsveranstaltung. Rotarier unterstützen die Aktion. Von Peter Klucken

Die Duisburger Philharmoniker, die Stiftung Brennender Dornbusch und alle Duisburger Rotarier laden für Samstag, 5. März, 19.30 Uhr, zu einem Benefizkonzert zugunsten syrischer Flüchtlingskinder in die Liebfrauen Kulturkirche (gegenüber dem Stadttheater) ein. Neben einem Streichquartett der Duisburger Philharmoniker, die Werke von Robert Schumann spielen werden, gastieren an dem Abend die aus Syrien stammenden, nun in New York lebenden Künstler Kinan Azmeh (Klarinettist und Komponist) und Kevork Mourad (Maler). Beteiligt ist außerdem der Künstler und Performer Max Biliza, der den Besuchern seine mit Duisburger Schülern realisierte Ausstellung "Artopia" nahebringen wird, die im Zusammenhang mit den Duisburger Akzenten (Thema Hafen) entsteht. Alle Künstler verzichten auf ein Honorar. Der Erlös aus den Karten (20 Euro Eintritt) wird vom gemeinnützigen Verein "Jasmin-Hilfe" (Humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlingskinder) an die Helfer im Flüchtlingscamp Al Marj-Jarahiya, das in der Bekaa-Ebene im Libanon liegt, weitergeleitet. Gestern stellten im Rathaus Kulturdezernent Thomas Krützberg, Dr. Alfred Wendel (Intendant der Philharmoniker), Michael Rademacher-Dubbick (Vorsitzender des Rotary Clubs Duisburg), Ingrid Töteberg (Schriftführerin des Vereins "Jasmin-Hife), Wolfgang Esch (Vorstand Liebfrauen) sowie Max Biliza Hintergründe und das Konzept des Benefizkonzerts vor.

Im Mittelpunkt wird dabei die etwa einstündige audio-visuelle Darbietung von Kinan Azmeh und Kevork Mourad stehen. Beide Künstler reisen mit ihrer Performance durch die Welt, um auf ihre Weise die Gefühlswelt der vom Bürgerkrieg Betroffenen darzustellen. Dabei malt Kivork Mourad vor den Augen der Zuschauer live auf eine große Leinwand, während Kinan Azmeh dazu auf der Klarinette improvisiert. Die Aktion, so wurde gestern versichert, sei ungemein eindrucksvoll und emotional. Eindrucksvoll war gestern beim Pressegespräch auch die Schilderung von Ingrid Töteberg, die über die Situation im libanesischen Flüchtlingscamp berichtete und die Hilfen von "Jasmin" aufzählte. So versorgt der Verein beispielsweise Familien mit Milch und Windeln, kauft Holzöfen, auf denen auch gekocht werden kann, verteilt gezielt Lebensmittel an Bedürftige, sorgt für ein Mindestmaß an medizinischer Betreuung und beschäftigt eine Lehrerin, die Kindern Grundkenntnisse in Englisch beibringt. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Die meisten sind Ärzte, darunter auch einige mit syrischen Wurzeln, die nun in Deutschland leben.

Etwa 100 Karten für das Benefizkonzert gibt es noch im freien Verkauf, unter anderem auch im Servicebüro des Theaters, Neckarstraße 1, Telefon 0203 28362100. Restkarten gibt es auch noch an der Abendkasse. Nach dem Konzert wird zur Zusammenkunft mit einem Imbiss eingeladen. Spenden gehen an den Hilfsverein "Jasmin".

Quelle: RP
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