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Duisburg
"Krabat" und die Verlockungen der Macht

Duisburg. "Krabat" nach einer sorbischen Volkssage aus der Oberlausitz ist ein Roman von Otfried Preußler, der vor 45 Jahren erschien und vielfach national und international ausgezeichnet wurde. Der Waisenjunge Krabat lernt in einer Mühle gemeinsam mit elf anderen Gesellen nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Kunst der Schwarzen Magie, Als Krabat begreift, dass die Zauberkunst Macht über andere verleiht, beginnt er eifrig zu lernen. Schnell muss er aber erkennen, dass es kein Entkommen aus dem Bund mit dem schwarzen Müller gibt, der in jeder Neujahrsnacht einen seiner Burschen an seiner statt in den Tod schickt. So nimmt Krabat mit Hilfe guter Freunde den Kampf gegen die dunklen Mächte auf. Kraft gibt ihm die Liebe zu einem Mädchen aus dem nächsten Dorf, der "Kantorka" (das ist die sorbische Bezeichnung für die Vorsängerin der Ostergesänge). Für Preußler war dies "die Geschichte meiner Generation und die aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken". Von Ingo Hoddick

Nach dem szenischen Live-Hörsiel "Der kleine Wassermann" und der Neufassung von Cervantes' Klassiker "Don Quijote" (die RP berichtete) ist "Krabat" jetzt die dritte und größte Sensation des Ensembles TOBOSO im Theater Duisburg. Die ebenso handfeste wie hochpoetische Aufführung auf der Bretter-Mühle mitten im Foyer III unterm Dach des Hauses war bei der Premiere ausverkauft. Lisa Balzer, Charlotte Kath, Moritz Fleiter und Fabian Sattler erzählen und spielen in anderthalb Stunden eine Geschichte für Menschen ab zeh n Jahren. Das muss man erlebt haben! Gelegenheit dazu gibt es am 21. November, 1., 2. und 21. Dezember, jeweils um 11 Uhr, am 3. Dezember, um 15 Uhr, sowie am 20. Dezember, 16. und 17. April, jeweils um 18 Uhr. Karten gibt es am einfachsten unter Telefon 0203 / 283 62 100.

Quelle: RP
 
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