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Differenzen zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft
Kripo forderte vergeblich Loveparade-Razzia

Loveparade: die Trauer zieht um in einen Glas-Kubus
Loveparade: die Trauer zieht um in einen Glas-Kubus FOTO: RPO, Anja Streichan
Bei den Ermittlungen zur Loveparade-Katastrophe von Duisburg gibt es offenbar Differenzen zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag unter Berufung auf Justizkreise vorab berichtete, soll die Polizei in einem mehrseitigen Bericht eine Razzia bei der Stadtverwaltung Duisburg gefordert haben. Dadurch habe sie den internen E-Mail-Verkehr, Notizen und Vermerke zur Planung der Techno-Veranstaltung sicherstellen wollen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg habe dieses Ansinnen jedoch abgelehnt.

Um den Streit zu vertuschen, soll die Justiz laut "Focus" darauf gedrungen haben, den Durchsuchungswunsch der Polizei aus den Ermittlungsakten zu tilgen. Die Kriminalpolizei habe sich darauf jedoch nicht einlassen wollen.

Bei dem Unglück in Duisburg vor zwei Monaten waren 21 Menschen ums Leben gekommen und über 500 verletzt worden. Veranstalter, Stadt und Polizei schieben sich gegenseitig die Verantwortung für die Katastrophe zu.

(apd/sdr)
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