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Duisburg
Kunstverein - Kuba, Israel und Deutschland

Duisburg. "Falling into Paradise": Zhenia Couso Martell und Amit Goffer in einer gemeinsamen Ausstellung am Weidenweg 10. Von Ingo Hoddick

Zhenia Couso Martell, geboren 1978 in der kubanischen Hauptstadt Havanna, und der ein Jahr jüngere gebürtige Israeli Amit Goffer leben seit ihrer Studienzeit dauerhaft in Deutschland, beide haben deutsche Ehepartner. Ihre Herkunftsländer verstehen sich politisch nicht, aber dort leben die Menschen gemeinschaftlicher als hier.

Mit ihrer gemeinsamen Ausstellung "Falling into Paradise" im Kunstverein Duisburg e.V. am Kasslerfelder Weidenweg 10 wollen sie jetzt noch bis zum 26. März untersuchen, inwieweit ein gemeinsamer Wertekanon diesen drei Kulturkreisen eigen ist, aber auch die Unterschiede herausfinden. So hat die gebürtige Kubanerin "pinatas" beigetragen, das kubanische Pendant zum deutschen Topfschlagen, es fallen Süßigkeiten heraus. Die Karibikinsel ist geprägt von Mangel, während bei uns eher Überfluss herrscht. Mit Süßigkeiten werfen wie im deutschen Karneval wäre auf Kuba ein Affront, erklärte die Künstlerin gegenüber der Presse. Den Perspektiv-Wechsel, um den es in dieser Ausstellung geht, veranschaulicht Amit Goffer durch ein System von Plastikröhren an der Decke des um die Ecke reichenden Raumes, das durch Spiegel zu einem riesigen Periskop wird. Und an Stahlseilen hängt ein schwankendes Schiff, in das man sich setzen kann, um die Erfahrung der Unsicherheit zu machen.

Eröffnet wird die Schau am kommenden Freitag, 26. Februar, um 19 Uhr. Nach der Begrüßung durch Herbert Gorba, Vorsitzender des Kunstvereins Duisburg, gibt es dann eine Einführung durch den Vorstand und Kurator Hartmut Hauschildt. Geöffnet ist die Ausstellung bei freiem Eintritt freitags (außer Karfreitag) und samstags von 17 bis 20 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
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