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Duisburg
Kurioses rund um die Bundesliga

Duisburg: Kurioses rund um die Bundesliga
Da kann Ben Redelings (rechts) nur lachen: Der frühere Bundesliga-Profi Thorsten Legat treibt zurzeit im RTL-Dschungelcamp sein Unwesen. Aber auch zu seiner Profi-Zeit sorgte Legat für "Furore". FOTO: RTL/Stefan Menne - Verlag
Duisburg. Der "fußball-kulturelle" Abend des Bochumer Autors Ben Redelings im Neudorfer Steinbruch entlarvte so manche für viele noch unbekannte Anekdoten aus der Fußball-Bundesliga. Von Volker Poley

Als der Bochumer Ben Redelings geboren wurde, war bereits die 13. Bundesliga-Saison in vollem Gange. An die 1:4 Niederlage seines VFL (bei Hertha BSC) einen Tag nach seiner Geburt wird er sich vermutlich nicht erinnern. Die Bundesliga mit all ihren Originalen und Kuriositäten faszinierte den heute 40-Jährigen in späteren Jahren allerdings total. Seit 2001 veranstaltet Redelings ganz spezielle "fußballkulturelle" Abende, seit 2003 in Anlehnung an das italienische Meisterschaftswappen unter dem Oberbegriff "Scudetto". Am Donnerstag war der Fußball-Autor (19 Bücher) und Filmemacher im Neudorfer Steinbruch zu Gast, wo er höchst Amüsantes über aktuelle und frühere "Helden der Bundesliga" zu erzählen wusste.

Redelings präsentierte "zwei Halbzeiten voller Witz und Nostalgie", und ließ die Fußballgrößen von A (Wolf-Dieter Ahlenfelder) bis Z (Branco Zebec) wieder lebendig werden. Gleich nach dem Anpfiff ging Redelings natürlich auf den aktuellsten Fall ein. Damit meinte er Ex-Profi Thorsten Legat (jetzt Trainer des FC Remscheid), der derzeit seinen Bekanntheitsgrad durch seine Teilnahme am RTL-Dschungelcamp ungemein steigert. Redelings zitierte genüsslich Legats Aussage, als er sich durch die Frage eines Reporters nach seiner Teilnahme an der nächsten Dschungelcamp-Staffel in die Enge getrieben sah. Mit der Aussage "Ich kann das kommentarlos nicht beantworten" versuchte der "Dschungel-Star" im Vorfeld der Serie seinen Auftritt geheim zu halten.

Thorsten Legat hat aber auch schon zu seiner aktiven Zeit immer wieder für "Furore" gesorgt. Andy Möller animierte seinen Mannschaftskameraden (damals spielten beide bei Schalke 04) durch Aussetzen einer Prämie von 1000 Mark, bei der Aufnahme eines Mannschaftsfotos seine Sporthose bis unter die Achseln hochzuziehen.

FOTO: Verlag

Als Schalkes damaliger Manager Rudi Assauer das Team-Foto im Kicker-Saisonheft sah, war er dem Wahnsinn nahe und verdonnerte Legat zu einer Geldstrafe von 20.000 Mark. Kleinlaut versuchte der "Spaßvogel" seine Aktion zu relativieren: "Aber der Sponsor war doch noch zu sehen."

Für Lacher sorgte auch Redelings Erlebnis an der Essener Hafenstraße. Dort hatte er einen älteren RWE-Fan beobachtet, der auf den Begrenzungszaun geklettert war und den Schiedsrichter mit den Worten "Schiri, du Schwein, ich bring dich um" auch für Essener Verhältnisse auf übelste Weise beschimpfte. Die nicht enden wollende Schimpfkanonade wurde plötzlich von dem Zwischenruf eines kleinen Jungen unterbrochen: "Vatter, tu dat nich, du bis doch noch auf Bewährung." Natürlich schilderte Redelings auch die Umstände, wie es durch den frühzeitigen Abpfiff (nach 32 Minuten) durch Schiri Wolf-Dieter Ahlenfelder in Bremen zur "kürzesten Halbzeit" in der Bundesligageschichte kam ("der war einfach Hackedicht").

Ben Redelings "Auswärtsspiel" im Steinbruch kam bei den Fußballfans prima an, gegen eine mögliche Verlängerung sprach nur der abendliche Dschungelcamp-Auftritt von Thorsten Legat.

Die Geschichten sind in Ben Redelings Buch "Die Bundesliga wie sie lebt und lacht" nachzulesen. Verlag: "Die Werkstatt", ISBN 978-3-7307-0219-2, Preis 18,90 Euro.

Quelle: RP
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