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Duisburg
Langjährige Freundschaften

Duisburg: Langjährige Freundschaften
Gestern bei der Siegerehrung vor dem Rathaus: Der Sportaustausch zwischen Duisburg und Calais fand in diesem Jahr zum 30. Mal statt. 2008 gewannen die Sportler aus Calais, diesmal konnten sich die Duisburger durchsetzen. FOTO: RPO
Duisburg. Insgesamt acht Städtepartnerschaften pflegt Duisburg. Die beiden längsten Freundschaften bestehen zu dem französischen Calais und dem englischen Portsmouth – Gäste beider Städte besuchen momentan Duisburg. Von Johanna Muschalik

Besucher aus gleich zwei Partnerstädten sind momentan in Duisburg zu Gast. Zusammen mit Sportlern aus dem französischen Calais fand am Wochenende der traditionelle Sportaustausch statt (siehe unten). Die Gäste aus Portsmouth ließen es dagegen ruhig angehen. Das Wochenende galt eher dem geselligen Miteinander. In dieser Woche haben sie sich jedoch einiges vorgenommen: Zusammen mit den Duisburger Portsmouthfreunden wollen sie die Stadt und die nähere Umgebung erkunden.

Die Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Portsmouth feiert im nächsten Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Das eigentliche Ziel solcher Städtefreundschaften war relativ kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine Aussöhnung zwischen den Ländern sowie eine Zusammenarbeit.

25 Jahre Portsmouthfreunde

"Diese Freundschaft sollte aber mehr sein als eine Beziehung auf administrativer Ebene" – das war die Intention von Jochen Vogt, als er vor 25 Jahren den Verein der Duisburger Portsmouthfreunde gründete. Seit jener Zeit gibt es einen regen Austausch von Menschen beider Städte. Jedes Jahr besuchen Gäste aus Portsmouth Duisburg – und umgekehrt. Im Moment ist eine 34-köpfige Gruppe aus Portsmouth zu Besuch. Im August fahren wiederum Duisburger in die englische Stadt. Das diesjährige Motto lautet "Countryside". Der ehemalige Schulleiter Jürgen Hordt, der seit elf Jahren dem Verein vorsteht, hat diesmal ganz bewusst kleine Orte gewählt, die durch ihre Landschaft beeindrucken.

Als er 1972 zum ersten Mal Urlaub in England gemacht hat, war er sofort von der Landschaft fasziniert. Seitdem verbringt er so viel Zeit wie möglich dort – manchmal fährt er bis zu acht Mal im Jahr hin. Er ist es auch, der die regelmäßigen Fahren vorbereitet und leitet. Schon im Vorfeld legt er Stationen fest und stellt Informationsmaterial für die Teilnehmer zusammen. "Die Reisenden sollen sich bei mir sicher und behütet fühlen", erklärt Jürgen Hordt.

Gelebte Städtepartnerschaft

Ein wichtiger Punkt auf den Reisen beider Städte ist der Besuch bei Einheimischen – schließlich sollen auch neue Kontakte entstehen können. "Einer aus unserem Verein hat in Portsmouth so viele Freunde gefunden, dass er inzwischen die Hälfte der Zeit in Deutschland und die andere in England lebt", erzählt der Vereinsvorsitzende. Das ist gelebte Städtepartnerschaft.

Quelle: RP
 
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