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Duisburg
Leinen los für die Weiße Flotte

Duisburg: Leinen los für die Weiße Flotte
FOTO: Andreas Probst
Duisburg. Ab heute sind die Ausflugsschiffe wieder auf Tour. Eine Fahrt durch den größten Binnenhafen Europas fasziniert auswärtige Besucher der Stadt ebenso wie die Duisburger selbst. Von Blanca Krüger

Stefan Anders ist einer der zwei Schiffsführer der Ausflugsschiffe "MS Gerhard Mercator" und "MS Stadt Duisburg". Beide gehören zur "Weißen Flotte", die am Schwanentor vor Anker liegt. Seit mehr als 20 Jahren ist er bei dem Unternehmen beschäftigt und bereits seit 35 Jahren ausgebildeter Schiffsführer. Die Vorbereitungen für die Hauptsaison, die am heutigen Samstag beginnt und am 1. November endet, liefen in den vergangenen Tagen auf Hochtouren. Drei Fahrten am Tag müssen absolviert werden. Zwei Stunden dauert dabei eine Tour. Doch bevor die ersten Passagiere an Bord gehen dürfen, wurde geschrubbt und gestrichen, ausgebessert und repariert.

Die "MS Stadt Duisburg" wurde 1963 gebaut und ist mit einer Gesamtlänge von 35 Metern etwas kleiner als die jüngere Schwester. Die Besonderheit des Schiffes ist das 2001 umgebaute Steuerhaus. Es kann absenkt werden. Dadurch ist die "MS Stadt Duisburg" kanaltauglich. "Manche Brücken sind so niedrig, dass die Gäste auf dem Oberdeck nicht aufstehen dürfen und sitzen bleiben müssen, um sich nicht die Köpfe anzustoßen", erklärt Stefan Anders.

Die größere "MS Gerhard Mercator", die 1988 gebaut worden ist, kann eine Länge von gut 44 Metern vorweisen und schippert über den Rhein und durch die zahlreichen Duisburger Hafenbecken. Im Maschinenraum sorgt Heinz Bendel, zweiter Schiffsführer, für den richtig "geölten" Saisonstart. Auch das gehört zu dem Kompetenzbereich eines Schiffsführers.

Seit 1900 gibt es in Duisburg Hafenrundfahrten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Ausflugsschiffe allerdings versenkt. Die damalige Duisburger Hafenrundfahrtgesellschaft schaffte neue an, die mittlerweile unter der Regie des Unternehmens "Weiße Flotte" fahren.

"Highlights der Hafenrundfahrt sind die Umschlaggebiete der Industrie mit ihren großen Krananlagen, die vom Land aus so nicht einzusehen sind, und die vielen unterschiedlichen Schiffe, denen man auf der Tour begegnet", erzählt Anders. Beliebt seien auch die vielen verschiedenen Sonderfahrten. Besonders gerne gebucht würden Touren wie die "Feuerwerksparty", die vier Mal im Jahr stattfindet, die "Schlagermove-Bootsparty" und die "80er-Jahre-Party". Bei den Feuerwerkspartyfahrten steuert einer der Ausflugsdampfer zum Beispiel das japanische Feuerwerk in Düsseldorf oder das Ruhrorter Hafenfest an. Vom Schiff aus können die Gäste dann eine spektakuläre Aussicht auf das Feuerwerk genießen. Unter dem Motto "Hafenschlemmereien" wird sich um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert. Vari-anten von Frühstücks- und Mittagsbuffets mit anschließender Hafenrundfahrt komplettieren das Angebot.

Die "Weiße Flotte" bietet auch einen Charterservice an. Für besondere Veranstaltungen können die "MS Gerhard Mercator", die "MS Stadt Duisburg" oder das Hausboot "MS Nostalgie" gebucht werden. Für das Catering ist die Firma von Frank Schwarz verantwortlich. Die "MS Nostalgie" ist das Stationsschiff der Flotte. Es ist nicht mehr in Betrieb und dient lediglich als Veranstaltungsschiff - und als "Hingucker" am Anleger Schwanentor. Dort starten in der Hauptsaison täglich drei Hafenrundfahrten. Abfahrt ist um 10.30, 12.45 und 15 Uhr. Eine weitere Station, um zu- oder aussteigen, liegt an der Ruhrorter Mühlenweide.

Ein Rundfahrtticket durch den Hafen kostet für Erwachsene 14 Euro, für Kinder sieben Euro. Weitere Auskünfte zum Programm der "Weißen Flotte" gibt es unter Telefon 0203 7137679 und im Internet unter www.wf-duisburg.de.

Quelle: RP
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