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Duisburg
Leistungsschau zum 60-jährigen Bestehen der DOR

Duisburg. "Düsseldorf ist ein Vorort von Duisburg und wir haben dort unseren Flughafen gebaut", witzelte Kulturdezernent Thomas Krützberg vor dem gut einstündigen Festkonzert zum 60-jährigen Bestehen der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg im bei freiem Eintritt gut gefüllten Großen Saal im Theater. Ganz ernsthaft fügte er dann hinzu, er werde sich mit aller Kraft auch für den Fortbestand der Opernehe nach 2022 einsetzen. Und Generalintendant Christoph Meyer brachte das Grundprinzip seines Hauses so auf den Punkt: "Duisburg kann nicht ohne Düsseldorf, aber Düsseldorf kann auch nicht ohne Duisburg." Von Ingo Hoddick

Acht erstklassige Solistinnen und Solisten machten mit Arien und Duetten aus drei Opern und einer Operette, die alle demnächst in Duisburg herauskommen, viel Appetit auf die neue Duisburger Saison 2016/17. Das war eine kurze, aber eindrucksvolle Leistungsschau der Rheinoper, zumal die gut disponierten Duisburger Philharmoniker unter der Leitung des auch kurzweilig moderierenden Kapellmeisters Lukas Beikircher dem Gesang einen roten Klang-Teppich ausrollten. Den Anfang machte die Sopranistin Heidi Elisabeth Meier mit der Arie der Frau Fluth "Nun eilt herbei, Witz, heit're Laune" aus der Shakespeare-Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai. Dann bewiesen Romana Noack (Sopran) als Angèle ("Heut' noch werd' ich Ehefrau") sowie die Sopranistin Lavinia Dames und der Tenor Florian Simson als Juliette und Armand ("Mädel klein, Mädel fein"), wie geistvoll und kitschfrei die Operette "Der Graf von Luxemburg" von Franz Lehár ist.

Besonders bejubelt wurde Silvia Hamvasi (Sopran), von der kleinsten Konzertbesucherin begrüßt mit den deutlich hörbaren Worten "Ist die schön!" Sie beeindruckte mit Ausschnitten aus der Japan-Oper "Madama Butterfly" von Giacomo Puccini, der Arie der Cio-Cio-San "Un bel di vedremo" und dem Blumenduett Cio-Cio-San/Suzuki "Scuoti quella fronda die cilegio", zusammen mit der mindestens ebenso intensiven Mezzosopranistin Maria Kataeva. Einen dramatischen Schlusspunkt setzte die Schiller-Oper "Don Carlo" von Giuseppe Verdi, mit der Todesszene des Rodrigo di Posa "Per me giunto... O Carlo, ascolta... Io morro" mit dem großartigen Bariton Bogdan Baciu und der Arie der Eboli "O don fatale" mit der gleichfalls klangschönen Sarah Ferede (Mezzosopran).

Wie üblich gab es als Zugabe das populäre Trinklied aus Verdis Oper "La traviata" - dank der Begeisterung des Publikums sogar zweimal.

Quelle: RP
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