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Duisburg
Letzte Chance für Kunstinteressierte im Museum

Duisburg. Drei Exponate aus dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum sind noch bis Sonntag, 11. September, im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz zu besichtigen. Seit Juni wurden sie im Rahmen der großen Sonderausstellung: "Die ganze Welt in Gottes Hand - Von der Heilserwartung des Mittelalters zu Mercators Beschreibung der Welt" präsentiert.

Zum 700-jährigen Bestehen der Salvatorkirche am Burgplatz ist im Stadtmuseum eine besondere Auswahl mittelalterlicher Darstellungen von Jesus Christus als "Salvator Mundi", als der "Erlöser der Welt", zu sehen.

Daneben machen zahlreiche historische Exponate die Duisburger Kirchen- und Stadtgeschichte nachvollziehbar. Die kostbaren Kölner Grafiken sind allerdings besonders lichtempfindlich und müssen nach dreimonatiger Präsentation wieder in das Wallraf-Richartz-Museum zurück.

Wahrscheinlich einzigartig ist das Werk des Kupferstechers Antonie Wierix, der 1553 den Salvator Mundi mit feinsten Linien in kostbares Elfenbein geschnitzt hat. Anschließend füllte er die Darstellung mit schwarzer Tusche aus. Der Kupferstich "Das Schweißtuch der Veronika" wurde im 18. Jahrhundert von Dudesert nach einer Vorlage von Claude Mellan (1649) geschaffen. Jan van Eyck hat 1438 das "Bildnis Christi" geschaffen, das vielen Künstlern als Vorlage diente. Die ausgestellte Lithografie von Johann Nepomuk Strixner (1782-1855) trägt den Titel "Das Haupt Christi als König der Könige" .

Es ist auf absehbare Zeit die letzte Möglichkeit, diese originalen Kunstwerke öffentlich zu betrachten. Dagegen bleibt die Salvatorausstellung über Leben und Werk des großen Kartographen im Duisburger Stadtmuseum noch bis Anfang Januar 2017 geöffnet.

Der Eintritt beträgt 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Ein reich bebilderter Begleitband ist zum Preis von 14,90 Euro im Museum erhältlich.

Quelle: RP
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