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Duisburg
"Linie 11" soll Hilfe mobiler machen

Duisburg: "Linie 11" soll Hilfe mobiler machen
Das Kindergesundheitsmobil zusammen mit dem Spielmobil der EG DU beim Probelauf am Petershof. FOTO: Petershof
Duisburg. Die Zusammenarbeit mit dem Essener Kindergesundheitsmobil soll helfen, die Arbeit des Petershofs in Marxloh weiter zu verbessern. Am Freitag. 5. Februar, soll's losgehen.

Im vergangenen Herbst wohnten sieben Lokal- und Bundespolitiker in Marxloh (wir berichteten). Aus der Zusammenarbeit mit dem Petershof entwickelte sich die Idee "Linie 11" - ein Bus, der zielgerichtet zu den Menschen vor Ort fahren sollte, um Hilfe zu bringen. "Wir haben uns über den Winter etwas Zeit gelassen, das Projekt in Ruhe anzugucken", sagt Pater Oliver. Rausgekommen sind dabei ein weiterentwickeltes Konzept und die Zusammenarbeit mit dem "Essener Kindergesundheitsmobil". "Der Fokus liegt jetzt etwas anders, als bei der vorherigen Planung. Mit dem Kindergesundheitsmobil ist ein erfahrener Partner mit im Boot, der sich nun über die Essener Stadtgrenzen hinaus engagiert", so Pater Oliver weiter.

Pater Oliver mit libanesischen Jugendlichen vor dem Krankenwagen beim Einsatz vor der Moschee - der Krankenwagen wird bei den Impfaktionen mit dabei sein.

Konkret steht der Bus nun immer am ersten Freitag im Monat ab 15 Uhr an der Marxloher Piazza, erstmalig am 5. Februar. Das Team aus Essen und Mitarbeiter des Petershofs laden ein zu mehrsprachigen Angeboten in den Themenbereichen: Früherkennung und Vorbeugung, Ernährung, Wahrnehmung und Bewegung. Insgesamt 16 interaktive und kindgerechte Angebote, von witterungsangemessener Kleidung, gesunden Pausenbroten, Spielen zu einem guten Sozialverhalten, Geschicklichkeitsübungen und vielem mehr, sollen Kinder in Marxloh stärken. Zwei Probetermine im Spätherbst am Petershof waren bereits gut besucht.

In einem nächsten Schritt soll das drängende Problem der vielen ungeimpften Kinder in Marxloh mit Hilfe der "Linie 11", in dem es einen komplett eingerichteten Arztraum gibt, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt weiter angegangen werden, formuliert Schwester Ursula vom Petershof weitere Perspektiven.

Das Kindergesundheitsmobil ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Essen, des Deutschen Kinderschutzbundes Essen e.V. und der McDonald's Kinderhilfe Stiftung.

Das Kindergesundheitsmobil soll maßgeblich zur Förderung der Kindergesundheit in Essen beitragen und stellt als bundesweit erstes Konzept dieser Art ein ergänzendes Angebot zur medizinischen Regelversorgung und den bestehenden Hilfsangeboten in der Stadt Essen dar. Durch gesundheitliche Prävention und Gesundheitsförderung tragen die Leistungen des Kindergesundheitsmobils positiv zur Entwicklung der Kinder bei. Das innovative, aufsuchende Konzept bietet allen Kindern in Essen und deren Eltern leicht zugängliche Informationen zu gesundheitlichen Fragestellungen und vermittelt die Inhalte mit Hilfe sozial pädagogischer Methoden.

Das Kindergesundheitsmobil ersetzt keinen Arztbesuch, es baut vielmehr die Brücke zur benötigten medizinischen Versorgung und den bestehenden Hilfsangeboten in Essen. Sieht der Kinderarzt des Kindergesundheitsmobils Bedarf, vermittelt er die kleinen Patienten zu einem niedergelassenen Kinderarzt. Dieser übernimmt die Behandlung. Das Kindergesundheitsmobil ist eine Ergänzung zum staatlichen Gesundheitssystem.

Das Kindergesundheitsmobil besteht aus einem acht Meter langen, 2,50 Meter breiten und 2,50 Meter hohen Kofferaufbau, der auf das Chassis eines 18-Tonnen-LKW aufgesetzt ist.

Dank der Unterstützung von Havi Logistic und Scania sowie der Firma Binz, die Experten in der Fertigung von Ambulanz- und Sonderfahrzeugen sind, konnte das Kindergesundheitsmobil entstehen.

Quelle: RP
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