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Duisburg
Literarische Heimatsuche im Karree

Duisburg. Zu einer Lesung mit Judith Kuckart und Selim Özdogan am Donnerstag, 11. Juni, um 20 Uhr im Kuhlenwall-Karree der Sparkasse Duisburg am Kuhlenwall 20 in Duisburg-Mitte laden die Kunststiftung NRW, das Literaturbüro Ruhr und die Stadtbibliothek Duisburg ein. In der Lesung, die von der Sparkasse Duisburg gefördert wird, werden die beiden Autoren unter anderem Auszüge aus der Prosa-Anthologie "Eigentlich Heimat. Nordrhein-Westfalen literarisch" vortragen.

2014 lud die Kunststiftung NRW ein zu einer literarischen Ortsbeschreibung Nordrhein-Westfalens. 29 Autorinnen und Autoren wurden gebeten, sich schreibend mit den Regionen, Landschaften und Temperamenten ihrer Heimat auseinanderzusetzen. Entstanden ist die von Bettina Fischer und Dagmar Fretter herausgegebene Anthologie "Eigentlich Heimat. Nordrhein-Westfalen literarisch", aus der an diesem Abend Judith Kuckart und Selim Özdoan lesen werden.

Heimat - das kann die Strecke sein, die man täglich mit der Duisburger Straßenbahn zurücklegt oder aber der Anblick einer von der Zeit angegriffenen Skulptur im Stadtpark. Heimat ist aber auch ein Gefühl für die eigene Zugehörigkeit, das nicht sentimental überhöht werden muss, um authentisch zu sein. "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete", so lautet der Titel des in Kürze erscheinenden Romans von Selim Özdoan, aus dem er Auszüge vorstellen wird. Istanbul, der Schauplatz eben jenes Romans, wurde 2014 und 2015 zu einer temporären Heimat sowohl für Judith Kuckart als auch für Selim Özdoan. Zusätzlich zur Lesung aus der Anthologie erzählen die beiden von ihrer Zeit am Bosporus und präsentieren Texte, die u.a. dort entstanden sind.

Judith Kuckart wurde in Schwelm geboren und lebt als Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie verfasst Theaterstücke, Hörspiele und Romane, so zuletzt "Wünsche" (2013). Sie ist Trägerin u.a. des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises sowie des Literaturpreises Ruhr. 2014/2015 erhielt sie von der Kunststiftung NRW ein Aufenthaltsstipendium in Istanbul.

Dort begegnete sie Selim Özdoan, der sich 2014 im Rahmen des Galata Stipendiums der Stadt Köln ebenfalls für längere Zeit in Istanbul aufhielt. Selim Özdoan erhielt u.a. den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler sowie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung. Er ist Autor zahlreicher Romane, Hörbücher und Kolumnen, 2013 erschien sein Roman "DZ".

Quelle: RP
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