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Duisburg
Logistik als Zukunftsthema

Duisburg: Logistik als Zukunftsthema
Automobillogistik bei Logport in Rheinhausen: Dort stehen tausende PKW und Transporter. Das 50 000 Quadratmeter große Terminal ist direkt an eine Roll on- / Roll off-Brucke zur Verladung auf Spezialschiffe angeschlossen. FOTO: Foto; Reichwein
Duisburg. 300 Experten aus der Wirtschaft tauschen sich beim IHK-Logistikkongress in der Mercatorhalle zur Zukunft aus. Einig waren sie vor allem hinsichtlich der größten Herausforderung für ihre Branche: der Digitalisierung. Von Tim Harpers

Schlankere Prozesse, digital gesteuerte Lieferketten und technisch gut qualifizierte Mitarbeiter sind erst der Anfang auf dem Weg zur Logistik von morgen. Deutlich machten das die Praxisbeispiele von Amazon, Klöckner & Co und Duisport beim Kongress "Logistik digital" der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer. Unter dem Motto "#GemeinsamDigital" tauschten sich 300 Teilnehmer über Technologien wie Blockchain und Big Data Analytics ebenso wie über neue Geschäftsmodelle und IT-Sicherheit aus. Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche unter den Teilnehmern zeigten: Die Logistikregion Niederrhein geht beim digitalen Wandel mit. Zahlreiche Logistiker des Standorts sind bereits dabei, die neuen technologischen Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen: So baut etwa der Duisburger Logistiker Imperial eine komplett digitale Kundenplattform auf und entwickelt in seinem Berliner Supply Chain Lab innerhalb von wenigen Tagen Prototypen und innerhalb weniger Wochen marktfertige Lösungen für Kundenbedürfnisse. IHK-Präsident Burkhard Landers rief die Unternehmen in seiner Begrüßung dazu auf, weiter voranzugehen: "Die Digitalisierung ist die zentrale Herausforderung für uns alle. Als Logistikstandort Nummer eins müssen wir Vorreiter sein und neuen Konzepten offen begegnen."

Die Teilnehmer aus ganz NRW und darüber hinaus diskutierten mit den prominenten Rednern von Amazon, Klöckner & Co, Imperial, Freighthub, Saloodo, DB Schenker und vielen weiteren bis hin zu Blogger Sascha Lobo. Die Beiträge machten deutlich: Die kommenden Technologien wie das dezentrale Buchaltungsystem Blockchain klopfen bereits an die Tür. Wie sich Politik und Verwaltung auf die Digitalisierung einstellen, machte Ehrengast Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, deutlich: "Wir wollen NRW zur Modellregion für Mobilität 4.0 entwickeln. Die Potenziale der Digitalisierung müssen wir nutzen, um etwa das Funktionieren der Logistikketten zu optimieren. Moderne Mobilitätspolitik kümmert sich um Fragen der Vernetzung. Wir wollen neue Mobilitätskonzepte entwickeln, um Sie, die Akteure vor Ort, bei Ihren Herausforderungen zu unterstützen."

Auch für Erich Staake, Chef von Europas größtem Binnenhafen, ist die Digitalisierung das Thema des Wirtschaftsstandorts: "Die Logistik ist heute und zukünftig herausgefordert, mit der Industrie gemeinsam als Treiber der Digitalisierung aufzutreten." Der Duisburger Hafen gestaltet den digitalen Wandel mit: Im kürzlich eröffneten Gründerlabor "startport" können junge Startups Ideen für die Logistik der Zukunft entwickeln - am Pulsschlag der Logistikbranche mitten in Duisburg. Dabei unterstützen neben dem Hafen auch weitere Netzwerkpartner wie Evonik und Klöckner.

Quelle: RP
 
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