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Duisburg
Logistikdrehscheibe Duisburg: Unternehmer auf der Karl Jarres

Duisburg. Auf Einladung der Duisburger Hafen AG (duisport) trafen sich jetzt Unternehmer aus der Region auf dem Konferenzschiff "Karl Jarres". Das Schiff ermöglichte den Mitgliedern des Unternehmerverbandes nicht nur eine wasserseitige Besichtigung der zentralen Umschlagplätze des Hafens, sondern auch den Ausbau ihres Netzwerks. Eindeutiges Fazit der Runde: Die Logistikdrehscheibe Duisburger Hafen bietet große Wachstumschancen, gerade auch für die mittelständische Industrie.

Der Generalbevollmächtigte und der Leiter der Unternehmenskommunikation der Duisburger Hafen AG, Markus Teuber und Dr. Julian Böcker, stellten den Unternehmensvertretern die Struktur der duisport-Gruppe vor und konnten auf beeindruckende Zahlen verweisen. "Der Duisburger Hafen ist der einzige Binnenhafen unter den hundert größten Häfen der Welt und damit der größte Containerumschlagplatz im Hinterland. Unter allen Containerhäfen nehmen wir bereits Platz 41 ein", erläuterte Teuber, der bei seinen Ausführungen die trimodalen Logistikzentren logport I und II vorstellte. Über 20.000 Binnenschiffe und 20.000 Züge werden jährlich über den Duisburger Hafen abgewickelt.

Besonders interessant für die regionale Wirtschaft ist die internationale Vernetzung des Hafens, der zum Knotenpunkt für die weltweiten Warenströme geworden ist. Die duisport-Gruppe verfügt über ein umfassendes logistisches Know-How und bietet Unternehmen eine Vielzahl an logistischen Dienstleistungen, wie beispielsweise effiziente Transportverbindungen in alle großen Wachstumsmärkte der Welt. Julian Böcker berichtete in diesem Zusammenhang von den Güterzugverbindungen nach China, deren Anzahl sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert hat. "Inzwischen fahren bis zu sieben Züge von Duisburg nach China pro Woche. Die Zugverbindungen sind eine kostengünstige Alternative zur Luftfracht und deutlich schneller als der Seeweg. Insofern gewinnen diese Verbindungen zunehmend an Attraktivität."

Für die Wirtschaft der gesamten Region hat der Hafen, der im kommenden Jahr sein 300-jähriges Bestehen feiert, eine herausragende Bedeutung. Deswegen waren zu dem Treffen nicht nur Duisburger Unternehmer eingeladen, sondern auch Wirtschaftsvertreter aus Oberhausen und dem Kreis Wesel. Über 40.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Hafen ab. In den vergangenen Jahren ist diese Zahl, auch durch große Investitionen der Industrie, wie von Audi oder Volkswagen, weiter gewachsen.

Dem Unternehmerverband, der das Treffen organisierte, war es besonders wichtig, die Betriebe auf die oftmals ungenutzten Möglichkeiten der Binnenschifffahrt aufmerksam zu machen. Während die Straßen häufig überlastet sind, gibt es auf den Wasserwegen noch viele ungenutzte Kapazitäten. "Der Hafen ist ein Pfund, mit dem die gesamte Region wuchern kann. Es lohnt sich, das Netzwerk zwischen dieser Logistik-Drehscheibe und der regionalen Wirtschaft weiter auszubauen", fasste es Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation beim Unternehmerverband, zusammen.

Und so gab es im Verlauf des Treffens für einige Unternehmer bereits konkrete Anknüpfungspunkte für eine Optimierung ihrer Warentransporte.

Quelle: RP
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