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Loveparade-Prozess in Düsseldorf
Verteidigung steht am Mittwoch im Mittelpunkt

Auftakt im Prozess zum Duisburger Loveparade-Unglück
Düsseldorf/Duisburg. Der Prozess um die Katastrophe bei der Duisburger Loveparade geht weiter. Im Mittelpunkt dürften am dritten Verhandlungstag die Anfträge der Verteidigung stehen. Mit Zeugenaussagen ist noch nicht zu rechnen.

Der Prozess um die Katastrophe bei der Duisburger Loveparade wird an diesem Mittwoch (09.30) mit dem dritten Verhandlungstag fortgesetzt. Zeugen sollen dabei noch nicht vernommen werden. Das Gericht muss noch über eine mehr als 70 Seiten starke Besetzungsrüge entscheiden. Anwälte behaupten, der Prozess finde vor der falschen Strafkammer statt. Das Oberlandesgericht hätte den Fall nicht an eine andere Kammer übertragen dürfen. Damit sei das Prinzip des gesetzlichen Richters verletzt worden.

Einen Befangenheitsantrag gegen zwei Ersatzschöffen und den Antrag auf Nicht-Verlesung der Anklage hatte das Gericht unter Vorsitz von Richter Mario Plein bereits verworfen. Zudem hatte das Landgericht den Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung ausgeweitet.

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Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklage die Zahl der mindestens 652 Verletzten aus prozessökonomischen Gründen auf 18 Fälle beschränkt. Das Gericht befand aber, dass auch sämtliche Verletzungen der Nebenkläger Teil der Anklage sind. Damit müssen sich nun einige Angeklagte wegen Körperverletzung in 50, die anderen in 33 Fällen verantworten. Beim Loveparade-Unglück am 24. Juli 2010 waren im dichten Gedränge 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt worden.

(dpa)
 
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